squat pekarnia update 301003

  squat pekarnia update 301003


Squat Pekarnia – alert of eviction!

28. of October 2003 police officers of Kirovskiy district raided the squat Pekarnia. The reason for cops to check the house was, that a day before one of the homeless people, who live at 2nd floor (the squat Pekarnia is located at the 3rd floor), fall out from the window and was taken to hospital because of severe head injury.

One day after the accident, when the cops came to the house, there where 2 people inside in Pekarnia. One of them was taken to police station as a captive, the other one was asked to find the people, who live permanently at the squat. Cops take sound system from Pekarnia to secure that the squatters show up at the police station until the evening.

In the evening some squatters went to the police station to free the squatter, who was catched, and also to get back the sound system. The squatters where first accused in “creating criminal surroundings”, and soon demanded to leave the house, because “the house is empty, and nobody should live there”. Cops gave the squatters one week (until 4th of November) to move away from the house or to show official documents from KUGI (City Comittee for Dealing with the State Property). About the right to use the house.

Discussions or some demands to KUGI would be hopeless, as far as the house is officially “in dangerous condition and don’t fit in to the sanitary norms”. Squatters decided, that, as former, they have no reason to move away from this house, which used to be empty. Now the house have normal conditions for living, meetings and for contra-cultcural and other events. As well the squatters decided not to give any black money to the cops, just for the fact, that the house is located at the territory, which is controlled by them.

The future of Pekarnia is now dependent, for the first, from the activity of the squatters and other anarchist and antiauthoritarian activists, but also from the next steps made by the authorities against Pekarnia.

Soon there will appear some pictures from the squat at www.pectopah.tk

Petersburg, 30.10.2003

[squat!net]


BAMBULE !!! —>geht weiter

  BAMBULE !!! —>geht weiter


13 Uhr G?äsemarkt. Seit fast einem Jahr ist der Bauwagenplatz Bambule geräumt und kämpft um seinen Erhalt. Weitere Wagenplätze sind nach wie vor in ihrer Existenz bedroht. Wir wollen mit einer großen Demonstration am 18.10. zum Ausdruck bringen, dass die Situtation der Bauwagenplätze und der Bambule nach wie vor ungeklärt ist.

Der Senat täuscht sich, wenn er meint, diese politische Schieflage einfach aussitzen zu können. Wir werden nicht locker lassen, die Forderung nach einem neuen Platz für die Bambule in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir werden weiterhin den Erhalt aller Bauwagenplätze fordern. Und wir werden weiterhin mit anderen gegen die autoritäre und ausgrenzende Senatspolitik demonstrieren.

Die Innenbehörde versucht in dieser Situation, mit immer neuen Schikanen den Protest auf den Strassen zu unterbinden. Mit allen Mitteln wird versucht, einen Eindruck von politischer Normalität herzustellen und Proteste zu unterbinden. Was unter Schill mit Überdimensionierten Polizeieinsätzen und Rechtsverstößen im Amt begonnen hat, wird von Amtsnachfolger Nockemann mit derselben autoritären Geisteshaltung fortgesetzt. Demonstrationen werden mit immer innovativerem Einfallsreichtum verboten und Protestierende werden gewaltsam durch die Strassen gejagt oder eingekesselt. Die Liste solcher Polizeigewalt ist lang und letztes unrühmliches Beispiel dieser Politik ist die Verhinderung der Bambule Demonstration vom Montag dem 29.09. Knüppel frei lautet nach wie vor das angestaubte Motto der Hamburger Politik. Doch dieses Vorgehen wird scheitern wie auch die übrige autoritäre Politik des Senates scheitern wird.

Wer so unverfrohren soziale Projekte kaputtspart, Kindertagesstätten ruiniert und die Lebendsbedingungen von einem großen Teil der Bevölkerung verschlechtert, der wird langfristig mit diesem zerstörerischen Handeln an die Wand

fahren. Es wird aber an uns allen liegen, wie lange diese Entwicklung andauert, ob sich in diesem Scheitern neue Perspektiven entwickeln oder ob wir das passive und untätige Publikum der immergleichen Aufführungen der populistischen Parteienpolitik bleiben.

Aufbruch, Veränderung und Selbstbestimmung wird sich nur dort entwickeln, wo wir solidarisch um bessere Lebensbedingungen und gleiche Rechte für Alle kämpfen. Wir sehen die Demonstration eingebunden in zahlreiche Kämpfe um soziale Rechte, die bundesweit und in Hamburg stattfinden und die sich hier zum Zeitpunkt von fast zwei Jahren Ole von Beust im Amt weiter zuspitzen. Bei der Bildungspolitik, bei Schließungen und Einsparungen im sozialen Bereich oder der rassistischen Abschiebepraxis, überall findet eine massive Verschlechterung der Situation statt, die aber auch Widerstand, Solidarität und Gegenwehr hervorruft.

Wir rufen daher auch zu einer Teilnahme am Aktionstag ?Halbzeit.Ende.Aus.? am Freitag dem 24. Oktober auf, den zahlreiche Initiativen gemeinsam gegen die Senatspolitik organisieren.

Weiter rufen wir zur Unterstützung des Bettlermarsches am 8. November und der HWP Ationstage vom 20. – 26.10 auf und laden alle ein, sich mit eigenen Inhalten an der Demonstration ?Senat abschaffen – Bambule durchsetzen? am 18.10. zu beteiligen.

Mit dieser Demonstration wollen wir zeigen, dass wir unterwegs sind und wir freuen uns über alle die sich ebenfalls nicht mit einer Normalität , die tagtäglich Ausgrenzung und Vertreibung produziert, abfinden wollen.

Bewegung statt Stillstand! Gegen Sozialabbau, Ausgrenzung und Vertreibung! Die Stadt gehört Allen!

Bambule Solibündnis

Das Plakat dazu findet Ihr unter: http://www.bambule-hamburg.org/download/kind_brille4.pdf (1.6MB-zum drucken) und unter http://www.bambule-hamburg.org/download/kind_brille4.jpg (19KB-zum anschauen)

Bambule


‘Alte Meierei bleibt!’-Demonstration’

  ‘Alte Meierei bleibt!’-Demonstration’


Revolten sind gescheitert, sonst wären sie Revolutionen gewesen. Aber sie greifen geschichtsträchtig ein und hinterlassen Spuren. So ist die Kieler HausbesetzerInnenbewegung mit der polizeilichen Räumung der besetzten Häuser am Sophienblatt 1983 zwar als soziale Bewegung an ihr Ende gelangt, konnte aber der Kieler Stadtpolitik teilweise verrechtlichte Ausgleichsprojekte abtrotzen. 1983 wurde die Alte Meierei als Wohnprojekt mit großem öffentlichen Veranstaltungsraum bezogen. Bei ordentlichem Mietvertrag, der die kulturelle Nutzung ausdrücklich miteinschloss, tolerierte die Kieler Stadtverwaltung 20 Jahre die unkonventionellen Formen selbstverwalteter, nichtkommerzieller Organisierung von Konzerten, Partys und Theateraufführungen. Vieles spricht dafür, dass die Stadtverwaltung diesen status quo aufkündigen will. Dagegen werden wir uns wehren.

Für ein super Nachbarschaftsverhältnis! Der Anlass der aktuellen Auseinandersetzungen um die Alte Meierei sind Beschwerden einiger NachbarInnen der Alten Meierei wegen aus der Veranstaltungshalle dringenden Lärms. Klar ist für uns, dass wir mit unseren Veranstaltungen nicht NachbarInnen ärgern, sondern auch mal rauschende Feste feiern wollen. Gerade vor dem entstandenen Konflikt hatten wir einige Anlaufschwierigkeiten in unserem Kontakt mit den NachbarInnen und es gab Versäumnisse unsererseits. Wir sind uns keineswegs zu schade, das an dieser Stelle öffentlich zu bedauern! Etwas zu spät luden wir schließlich zu einem Nachbarschaftstreffen in die Alte Meierei ein. Aus diesem Treffen zogen wir die bekannten Konsequenzen: zum einen haben wir mit dem Bau einer effektiven Schallisolierung begonnen. Zum anderen finden laute Veranstaltungen wie Konzerte bis zum Abschluss dieser Arbeiten bis höchsten Punkt 22 Uhr statt.

Unkonventionell lebt es sich besser! Im Schatten der Konflikte mit den NachbarInnen um die Frage des Lärms traten Teile der Verwaltung auf den Plan. Mit den einfach gestrickten Vorstellungen warenförmiger gesellschaftlicher Organisierung erscheint beispielsweise dem Kieler Ordnungsdezernenten die Meierei als ein “gaststättenähnlicher Betrieb”, der sich zu einem professionell geführten Veranstaltungsort entwickelt hätte. Das ist doch zum Piepen! – wenn es nicht gleichzeitig so bedrohlich wäre: Mittlerweile läuft ein Prüfverfahren wegen einer fehlenden Konzession, zwei mietrechtliche Abmahnungen sind ergangen und die Räume können jederzeit gekündigt werden. Mit solchen gewöhnlichen Vorstellungen lassen sich der soziale Inhalt und die ihm innewohnenden unkonventionellen Formen schlicht nicht begreifen. Die Meierei ist vieles: ein Großgruppen-Wohnprojekt, ein Ort mit Band-Proberäumen, ein Treffpunkt linker Szenen, ein öffentlicher Ort der sozialen Begegnung und kulturellen Teilhabe. Eine Vorstellung von der Meierei als professioneller Betrieb ist allerdings – vorsichtig ausgedrückt – Tüddelkram. Selbstbestimmung, Selbstorganisierung und Solidarität als Begriffe, die in dem heterogenen NutzerInnenkreis zirkulieren, machen am ehesten die gespolitisches Projekt aus. Real werden sie in der Art und Weise, in denen sich die NutzerInnen und BesucherInnen den Raum aktiv aneignen. Konkret heißt dies, dass Menschen frei sind, die Anstrengungen unbezahlter Arbeit auf sich zu nehmen – beispielsweise ein Konzert zu veranstalten – und das nicht als bürgerliches ‘Ehrenamt’ begreifen, sondern als glücklich machende Tätigkeit. Unabhängig davon, was in dieser von Wünschen, anderen gesellschaftlichen Vorstellungen und Spaß motivierten Arbeit auch an Nervereien, Pleiten, Pech und Pannen dazugehört, erlaubt sie doch eine aktive Aneignung des eigenen Lebens.

Das Rathaus – ein gefährlicher Ort? Allgemeingut wie Wasser, Bildung, Gesundheitsversorgung und Kultur wird privatisiert und Profitinteressen untergeordnet. Die Kieler Wohnungsbau Gesellschaft und die Stadtwerke wurden verkauft. Die Pumpe wurde über Mittelstreichung in die Teilprivatisierung gepresst und das städtische Krankenhauses wird in eine GmbH umgewandelt. Es ist nachdenkenswert, für was das Rathaus als lokalpolitische Entscheidungsinstanz in diesem Zusammenhang ein “gefährlicher Ort” ist, der Menschen, die nicht in dieses am Profit orientierte Bild passen, ausgrenzt und zum Verschwinden bringt: Pünktlich zum Beginn der Kieler Woche 2003 wurde der Sophienhof-Vorplatz mit dem ordnungspolitischen Konstrukt der “gefährlichen Orte” belegt, das die gesellschaftliche Frage von Armut und Reichtum zur polizeilichen werden ließ und die Vertreibung von Junkies formalisierte. Der kleine Kulturverein Musico e.V. musste einem als Prestigeobjekt geplanten, brachliegenden Bürobau an der Hörn weichen, die BewohnerInnen des Bauwagenplatzes Timmerberg wurden vertrieben und der Platz aufgelöst.

Runder Tisch mit Ecken und Kanten Inwieweit sich die Haltung der Verwaltung gegenüber der Alten Meierei in diese autoritär-neoliberale Politik einfügt, ist heute noch offen. Schließlich ist die Alte Meierei wegen ihrer traditionellen Distanz zu chichtliche Kontinuität der Alten Meierei als soziales und öffentlichen Geldern nicht über eine städtische Förderungspolitik erpressbar und es ist kein Großbauprojekt auf dem Gelände der Alten Meierei geplant. Die städtische Verwaltung ist frei, zu einer Politik der Duldung zurückzukehren und die Meierei als großstädtische “Nische” zu tolerieren. Die Alternative wäre Kündigungsgründe zu erzwingen, einen anschließenden Zustand der faktischen Besetzung herbeizuführen, langwierige Gerichtsverfahren, regelmäßige Straßenproteste der NutzerInnen und FreundInnen der Alten Meierei und das Spektakel der polizeilichen Räumung. Vieles wird sich am 24. Oktober zeigen. An diesem Tag findet im Rathaus ein Runder Tisch zur Meierei statt, an dem sich neben den AnwohnerInnen und uns auch Parteien und Verwaltung beteiligen werden. Wir sind skeptisch, ob der Runde Tisch der Ort für Lösungen gleich welcher Art ist. Erfahrungsgemäß dienen sie dazu, ein nicht vorhandenes Mitspracherecht in Entscheidungen, die woanders gefällt werden oder längst entschieden sind, vorzutäuschen. So aktualisierte der Leiter des Kieler Liegenschaftsamtes, Hans Mehrens, zwei Wochen vor dem Runden Tisch die Kündigungsdrohung, weil wir uns unser gewohntes Recht genommen haben, weiter Konzerte zu veranstalten, und behauptet sogar, es hätte die Absprache gegeben, dass wir ordnungsrechtliche Genehmigungen beantragen würden. Aber wir werden uns beim Runden Tisch dem eigentlichen Konfliktpunkt angemessen verhalten und versuchen, auch an diesem Ort zu einer Klärung mit den NachbarInnen zu kommen. Alles weitere läuft nicht mit uns. Klar ist für uns, dass wir die Wahl zwischen einer Professionalisierung und Kommerzialisierung oder im anderen Falle einer Kündigung und anschließender Räumung nicht akzeptieren. Genauso inakzeptabel ist der Kontroll- und Herrschaftsanspruch, aus dem diese Scheinalternative hervorgeht: Unsere Autonomie und den sozialen und politischen Inhalt der Alten Meierei werden wir öffentlich verteidigen!

Auf rauhen Wegen zu den Sternen:

Alte Meierei bleibt! Wir sind streitbar.

Freitag, 24. Oktober 2003: 16 Uhr Auftaktkundgebungskonzert – Asmus-Bremer-Platz 17 Uhr Konzertdemonstrationsbeginn 19 Uhr Konzert und Schallschutzparty in der Meierei alles mit Disco Maxim, Escapados, Kurhaus (tbc), Rockaway Beachboys (tbc)

————————————————— Kästen

DAS NUTZERiNNENPLENUM home: Hornheimerweg 2, 24113 Kiel mail: politik [at] altemeierei [dot] de web: www.altemeierei.de

SPENDENKONTO U. Schmeling KtoNr.: 28163244 BLZ: 210 501 70 Sparkasse Kiel Stichwort: SCHALLSCHUTZ

SCHALLSCHUTZ-BAUSTELLE Die Umbauten finden in der Regel täglich ab 11 Uhr statt. Wer eine fleißige und geschickte linke und eine ebensolche rechte Hand hat, soll kommen. Die anderen auch. Es gibt immer eine sachkundige Bauleitung.

Alte Meierei


Nachträglicher Bericht zu den

  Nachträglicher Bericht zu den


Vier Tage lang wurden in München Wohnungsnot und Freiraummangel angeprangert und Ursachen,sowie Perspektiven des Wiederstandes gegen die rein ökonomische Raumnutzung und den repressiven Umgang mit öffentlichem Raum diskutiert. Veranstaltet wurden die “Aktionstage” von der Gruppe “Rob in Haus”, die im Dezember 2002 ein leerstehendes Bahn-Azubi-Wohnheim symbolisch besetzt hatte.

Trotz einer etwas kurzfristigen Mobilisierung hatten die VeranstalterInnen mit mehr Zulauf gerechnet und so gab es an dem verlängerten Wochenende Essen und Schlafplätze in Hülle und Fülle. Zusammen genommen nahmen rund 200 Leute, überwiegend MünchnerInnen, aber auch AktivistInnen aus Holland, Österreich und dem Norden der Republik an den “Freiraumtagen” teil. Die Polizei, die angesichts einiger Pleiten in den vergangenen Monaten auf das Schlimmste vorbereitet sein wollte, versuchte bereits im Vorfeld, die VeranstalterInnen einzuschüchtern, zu kriminalisieren und zu diffamieren. So gab es mehrere Telefonate zwischen Polizei, einer Mit-Veranstalterin, der zunüchst kooperationsbereiten Eigentümerin des Geländes der “Kunstgaragen” und den Verantwortlichen des Unigebäudes, in dem mehrere Veranstaltungen stattfinden sollten.

Am Donnerstag, dem offiziellen Beginn der Veranstaltung, musste daher zunächst – in einem Telefon-Wettstreit mit der Polizei – der InfoPoint rechtlich abgesichert werden, in dem die Leitung der Akademie der Bildenden Künste von den Aktionstagen überzeugt wurde. Daraufhin konnten dann auch ZivilbeamtInnen, die im und ums Gebäude herum “spazierten”, höflich hinaus gebeten werden. Der Rest des Tages bestand im Wesentlichen aus Organisatorischem und Kochen, daneben gab es einzelne Diskussionen über die weitere Vorgehensweise und den Umgang mit der sich abzeichnenden Repression. Am Abend fanden sich die meisten TeilnehmerInnen auf dem “Rage against Abschiebung”-Fest ein, einem Solifest für die Flüchtlingsarbeit.

Der Freitag startete mit einem ausgedehnten Frühstück, daneben konnten Transparente und anderes Kundgebungsmaterial gemalt und gebastelt werden. Auch an diesem Tag mussten zwei Leute des Staatsschutzdezernates vom Frühstück ausgeschlossen werden. Nach einem Film über die Berliner Mainzer Strasse und ihre Räumung folgte der inhaltliche Teil des Tages. Zunächst berichteten die VeranstalterInnen über die Situation in München und ihre Erfahrungen mit dem Kampf gegen Wohnungsnot und Leerstand, es folgte ein Referat des Infoladens München über das Konzept Infoläden, die spezifische Situation in München und eine Analyse der Ursachen der Wohnungs- undRaumnot. Im Anschluss berichtete ein Vertreter der holländischen Gäste, die gerade von einer Osteuropa-Tour zurückkamen, über autonome Zentren, Wohnungsnot und Hausbesetzungen in Kroatien, Österreich und den Niederlanden. Die Vorträge mündeten in eine ausgedehnte, aber nicht uninteressante Diskussion über Strategien der Aneignung von Leerraum und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit. Teile der Veranstaltung wurden live zu einem niederländischen freien Internetradio gestreamt. Zwei Workshops beendeten den offiziellen Teil des Tages: ein kurzer Lehrgang zur Sicherheitstechnik sowie eine Einführung in das Prinzip kreativer, direkter Aktionen. Den Abend verbrachten viele TeilnehmerInnen im ehemaligen Tröpferlbad, einem nicht-autonomen Zentrum, in dem jedoch diverse Gruppen ohne massive Einschränkungen Cafebetrieb, Solifeste etc. veranstalten können. Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden am fühen Morgen des darauf folgenden Tages Transparente und Plakate zum Thema Wohnungsnot in der Nähe des Sendlinger Tors gesehen.

Am Samstagmorgen wurden die letzten Vorbereitungen für die Demonstration “Her mit den Freiräumen!” getroffen. Um 14 Uhr fanden sich aufgrund des schlechten Wetters, aber auch wegen der mäßigen Mobilisierung, zwar nur rund 150 TeilnehmerInnen vor dem Kreisverwaltungsreferat ein, diese schafften es jedoch mithilfe zweier engagierter Redner, Musik, lautstarkem Auftreten und vor allem einem hinterher fahrenden Tross von zwei Hundertschaften USK, Staatsschutz und dutzenden ZivilpolizistInnen, das Thema Wohnungs- und Freiraummangel sowie Repression auf öffentlichen Plätzen relativ gut in die Öffentlichkeit zu tragen und dabei noch aufzuzeigen, wie die Staatsmacht mit derartigen Themen umgeht, wenn sie von der “falschen” Seite angegangen werden. Da während des ganzen Umzuges jedoch keinerlei gewalttätiges Verhalten auf Seiten der DemonstrantInnen zu erkennen war, mussten die USK-Einheiten während der Abschlusskundgebung noch mal eskalieren, um doch noch zu “zeigen”, welch kriminelle Bande da auf der Strasse tanzte. Die DemoteilnehmerInnen ließen sich jedoch nicht provozieren und so konnten weitere Übergriffe und Verhaftungen vermieden werden. Da das Abendprogramm ersatzweise in der Akademie statt- und sich der überwiegende Teil der Demonstrierenden auch dort einfand, wurde die Polizei offenbar nervös: nun musste doch endlich die große Aktion, eine Hausbesetzung oder ähnliches stattfinden. Denkste! Nachdem klar geworden war, welches Maß die Repression annehmen würde, wollten die VeranstalterInnen der Polizei nicht den Gefallen tun, die Akademie der Bildenden K?nste zu räumen, oder gar in einer Harakiri-Aktion ein Haus zu besetzen. Lieber wollte mensch mit den Gästen feiern gehn …

Am Sonntagmorgen – es hatte die ganze Nacht durch geregnet und Besserung war nicht in Sicht – war zunächst unklar, ob das angekündigte Camp-In am Marienplatz stattfinden sollte. Mehrmals gab es unterschiedliche Informationen, bis sich die VeranstalterInnen dann doch durchrangen, die Zelte vor dem Münchner Rathaus aufzuschlagen. Trotz strömenden Regens kamen ca. 60 gut gelaunte Leute zusammen, es gab Redebeiträge, ein Konzert und Volksküche. Nachdem auch der Polizei klar geworden sein dürfte, dass die vermuteten Gewaltakte ausbleiben würden, hielt sie sich an jenem Tag zurück und beschränkte sich auf die Durchsetzung der Auflagen für die Veranstaltung. Den Abschluss der “Aktionstage” bildete ein Abend in der “Infok?”, bei dem über den Stand der Mobilisierung zur Solidemonstration für drei Magdeburger Linke informiert wurde.

Abschließend lässt sich sagen, dass die “Münchner Freiraumtage” trotz der unzureichenden Mobilisierung als Erfolg gewertet werden können. Zwar blieb die – von den Einen oder Anderen nicht nur auf Seiten der Polizei erwartete – Hausbesetzung oder ähnliches aus, jedoch sollte das Wochenende nicht daran gemessen werden. Viele Leute (VeranstalterInnen und SympathisantInnen) trotzten den widrigen Umständen wie Wetter und Repression, um ein Problemfeld anzuprangern, das bei Weitem nicht nur linke Strukturen, sondern alle ärmeren Bevölkerungsschichten betrifft. Und sie taten dies auf vielfältige Weise, entschlossen, kreativ, im Kontakt mit AktivistInnen aus anderen Städten und Ländern, wenngleich VeranstalterInnen wie TeilnehmerInnen dem Begriff “Aktionstage” nicht wirklich gerecht wurden. Neben Camp, Demo und Workshops wären noch viele begleitende Aktionen in der Öffentlichkeit denkbar gewesen. Allerdings schienen die OrganisatorInnen – auch aufgrund der nur maßigen Einbeziehung anderer Gruppen – schon mit dem bestehenden Programm überfordert. Darüber hinaus gestaltete sich offenbar die Zusammenarbeit mit einigen Obdachlosen, die teilweise bisher wenig mit den politischen Dimensionen ihrer Situationen vertraut waren, des öfteren schwierig und anstrengend. überraschend und bezeichnend war das Ausmass der Repression angesichts der eher kleiner angelegten Veranstaltungen. Die Polizei ging hierbei weit über das übliche und rechtliche Maß hinaus.

Wenn die Gruppe “Robin Haus” als Veranstalterin aus den Problemen der Mobilisierung und Organisation die richtigen Schlüsse zieht; wenn also frühzeitig und unter Einbeziehung vieler Münchner und auswärtiger Gruppen, die ja für die Thematik durchaus gewonnen werden können, mobilisiert wird; wenn dadurch auch ein anderer Umgang mit polizeilicher Repression gefunden werden kann; dann würde einer Neuauflage der “Freiraumtage” 2004, dann als umfangreiche Aktionstage angelegt, nichts im Wege stehen.

Links dazu:

http://de.indymedia.org/2003/10/63069.shtml http://robinhouse.muenchnerfreiraum.de http://www.indynews.net/index.php?id=434&backPID=421&tt_news=528 >

Viele Grüße aus Bayern !

[squat!net]


kleines Update

  kleines Update


stand der Dinge: die Glogauerstrasse ist zwischen Reichenbergerstrasse und Kanal von der Polizei dichtgemacht. Verhandlungen zwischen den BesetzerInnen und dem Senat/Bezirk haben bis zu augenblicklichen Zeitpunkt ergeben, das wenn die Leute bis 23.30, also quasi jetzt das Haus freiwillig verlassen, wird morgen ab 8.00 Uhr weiterverhandelt, falls sie nicht dazubereit sind wird gleich geräumt… Im Einsatz waren/sind die 14. EH. und die E. …
hier noch nen paar Fotos:
geschlossenreinauerhirschreinauer drinne

zillich

[squat!net]


Soziales Zentrum besetzt

  Soziales Zentrum besetzt


am frühen Abend besetzten Leute vom Berliner Sozialforum das Haus Glogauerstrasse 16 in Berlin Kreuzberg. Das Haus soll als Soziales Zentrum genutz werden….
hier einige Bilder:
house1  house2
weitere infos unter: http://www.berlin-umsonst.tk

[squat!net]


Torino 9-11 oktober 2003

  Torino 9-11 oktober 2003


Donnerstag 9., 15 uhr: Diskussion im FENIX (Giardini Reali- Koenigsgarten) ——————————————————————————————————— Freitag 10., 11 uhr: Fruhestueck im FENIX; folgt: metropolitan work in progress (!) ———————————————————————————————————- Samstag 11., 11 uhr: Fruehstueck und diskussion im FENIX; 17 bis 23 uhr: sound system gegenueber der Vallette Knastanstalt (laetzte Haltestelle linie 3)

[squat!net]


Demo für den Erhalt der Ex-Steffi

  Demo für den Erhalt der Ex-Steffi


In den letzten jahren kann mensch bundesweit eine gleichgeschaltete städtepolitik beobachten, nämlich ein systematisches konzept der sauberen, total überwachten, konsumorientierten innenstadt.

Dieses konzept beinhaltet auch das bekämpfen und abschaffen linker freiräume und autonomer zentren. Eine unkommerzielle selbstbestimmte alternative mit eigenen kulturellen und politischen ansprüchen und somit unkontrollierbarer gegenpol wird von stadt und staat weder erwünscht noch geduldet. Belege hierfür sind in jüngster zeit die lage, probleme und gefährdung autonomer zentren in stuttgart (OBW9), das heidelberger AZ, pforzheim (AZ SCHLAUCH), lübeck (WALLI), rödelheim (WAGENPLATZ), berlin (KADTERSCHMIEDE/RIGAER94) und eben bei uns in karlsruhe die EX-STEFFI.

Am 30. september läuft unser nutzungsvertrag mit der stadt karlsruhe aus und es gibt bisher keine gesprächsbereitschaft von seiten der stadt (?)! Als wäre das nicht alptraum genug, winseln immer mehr neonazis nach sog. “nationalen freiräumen”.

Das dürfen wir nicht zulassen!

Aus diesen gründen rufen wir am 4. oktober ’03 bundesweit zur demonstration auf: Für mehr linke freiräume und deren bestand für immer! Keinen fußbreit den faschisten! Hose runter und gepißt, auf das was hier nicht richtig ist! Wir lassen uns nicht räumen!

… und nach der Demo, lecker vegane Vokü mit einer berühmten Spezialität des Hauses für alle….

[squat!net]