Solierklärung der Wagengruppe Sand im Getriebe

Liebe Freund_innen in Wien und überall.

Wir sind wütend! Wütend, weil wir mit Repression überschüttet werden. Weil unsere Lebensform kriminalisiert und schikaniert wird, weil in den Städten in denen wir leben Profit über den Bedürfnissen der Menschen steht und Räume für unkommerzielles und solidarisches Miteinander immer wieder erkämpft und verteidigt werden müssen.

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[Wien] Treibstoff – Aufarbeitung der letzten Tage

Wir leben unser Leben, unsere Utopie, was sonst? 
Niemand Anderer kann das für uns machen und selbstverständlich… wir machen weiter! 
Autonomes, anarchistisches und alternatives Leben ist ein bitter notwendiges Kulturgut. 
Sprengen wir gemeinsam die Ketten im Kopf und an den Handgelenken! 
Nichts muss so sein, wie es ist.

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[Wien] Wagentruppe Treibstoff geräumt

Es ist wiedermal soweit. Seit letztem Samstag stehen wir, die Wagentruppe Treibstoff, in Wien ohne festem Standplatz da. Das Grundstück welches wir seitdem still besetzt hielten wurde heute polizeilich geräumt. Dieses wunderbare Grundstück steht seit über 8 Jahren ungenutzt da und wird es nun wohl auch weiterhin bleiben.
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Freiburg: Action Days vom 19.09.-22.09.2013

sandimgetriebe

Action Days gegen Vertreibungspolitik, für mehr Wagenplätze!
Ein Wagenplatz, ein Wagenplatz, ein neuer Wagenplatz muss her in Freiburg und da dieser noch immer nicht in Sicht ist, wird es wieder einmal mehr Zeit Bewegung in das Wagenleben zu bringen. Daher rufen wir euch alle auf, euch auf den Weg zu den Action Days vom 19.9- 22.09.2013 in Freiburg zu machen.

Seit das “Kunst-Kultur-und Wagenkollektiv Kommando Rhino” vor nun zwei Jahren gewaltsam geräumt wurde, gibt es für viele von uns keinen Platz mehr um einfach sein zu können. Die Politik der Freiburger Stadtverwaltung macht uns das Leben schwer; wir werden schikaniert, bei privater Grundstückssuche blockiert und sobald wir am Straßenrad stehen, vertrieben. Wir finden es aber extrem wichtig zusammen zu leben, uns solidarisch zu organisieren und einen Freiraum zu schaffen, der uns und anderen Entfaltungsmöglichkeiten abseits der vorherrschenden Verwertungslogik bietet. [weiter ..]

Berlin: Rummelplatz – Besetzung abgebrochen!

Nach einwöchiger Besetzung des Geländes Hauptstraße 3 in Berlin- Lichtenberg und erfolgloser Gesprächsversuche mit dem Senat wurde die Besetzung abgebrochen.
Trotz vielfacher Bemühungen seitens der Besetzenden mit verantwortlichen Politiker_Innen im Senat über eine Lösung zu sprechen, kam kein Dialog zwischen der Wagengruppe und dem Senat zustande. Nur zufällig erfuhren wir heute Morgen davon, dass stattdessen die Räumung des Geländes Hauptstraße 3 vorbereitet wird. Wir entschieden uns, die Besetzung aufgrund dessen abzubrechen um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Somit konnten wir heute Mittag knapp einer polizeilichen Räumung entgehen.

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Hamburg: Demo für Rote Flora und Zomia

6.5.2011

am 30.4. demonstrierten 5000 Leute für die Roten Flora und gegen die Räumung des Wagenplatzes “ZOMIA”

Versuch eines zusammenfassenden Berichtes und einer autonomen Einschätzung der Demo am 30. April und des Gefahrengebietes im Schanzenviertel rund um den 1. Mai in Hamburg Die Demonstration am 30.4. hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir, das sind einige Leute aus dem Umfeld der Roten Flora, die wie viele andere aktiv an der Demo teilgenommen haben. Die Polizei schätzte die Anzahl der Teilnehmenden auf ca. 4000 Menschen, der Lautsprecherwagen sprach später von 6000 Menschen. Wir denken, diese Schätzung liegt vielleicht etwas zu hoch und welche will, nimmt einfach die Mitte mit 5000 Teilnehmer_innen.

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Hamburg: neuer wagenplatz geduldet

19.12.2010

Am 20. november besetzten menschen mit sechs bauwagen und wohnLKW eine freifläche in hamburg-wilhelmsburg um einen neuen wagenplatz in hamburg durchzusetzen.

schon nach wenigen stunden musste die gruppe das gelände verlassen um einer polizeilichen räumung zu entgehen und zog auf das grundstück eines solidarischen vereins um von dort aus verhandlungen über ein neues grundstück zu führen.

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Hamburg: Wagenplatz Besetzt

21.11.2010

Von der Gruppe Zomia wurde am Samstag, 20.11. endlich ein neuer Wagenplatz in Wilhelmsburg besetzt. Damit es über die Ungewissheit hinaus eine Chance auf eine Perspektive gibt, braucht der Platz Unterstützung und Solidarität!

Wir wollen ein Zeichen setzen in der Stadt. Das Ziel ist klar: Für mehr Wagenplätze in Hamburg.

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Wien: Wagenplatz “Treibstoff ” geräumt

21.10.2010

Um 9.00 Uhr am heutigen Donnerstag hat ein Großaufgebot der Polizei, Wega und LVT (Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) den Wagenplatz Treibstoff in der Baumgasse geräumt. Fast alle der 20 Wägen wurden von dem Abschleppunternehmen Toman abgeschleppt. Obwohl der Gruppe die Möglichkeit gegeben wurde die Fahrzeuge selbst herunterzufahren, wurde gemeinschaftlich beschlossen diesmal den Platz nicht mehr zu räumen. Die BewohnerInnen wurden sodann nach Aufnahme der Personalien, Abfilmen und –Fotografieren des Platzes verwiesen.

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Oldenburg: Demonstration für den Wagenplatz

  Oldenburg: Demonstration für den Wagenplatz


Demonstration für den Wagenplatz in Oldenburg

Am Sa. 26.6.2010 demonstrierten in der Oldenburger Innenstadt ca. 200 Leute und 16 WohnLkws, Busse und Träckergespanne für den Erhalt des Wagenplatzes an seinem derzeitigen Standort “am Stau”.

Der Wagenplatz, der sich seit 16 Jahren auf dem Grundstück des ehemaligen Schlachthofgeländes befindet, soll einem grössenwahnsinnigen Projekt weichen.

Auf einer Fläche von 10 ha soll die Vision einer “Wasserstadt” entstehen.

Kalte, grossformatige Architektur, nach dem Geschmack von Investoren und Eigentümern.

Versprochen werden hohe Renditen und ein “modernes, urbanes Quartier”, durchzogen von Grachten, an denen Villen mit privaten Bootsanlegern stehen, gasäumt von zehntausend Quadratmetern Bürofläche und einer Reihe hochpreisiger Restaurants.

Eine Marina und ein “maritimes Kompetenzzentrum” sollen den Charakter des Viertels Prägen, ein 4-Sterne Hotel für Publikumsverkehr sorgen.
Zielgruppe sei, so Oberbürgermeister Gerd Schwandner, die “große, zukünftige Elite Oldenburgs”.

Den Platz räumen sollen dafür u.a. die Oldtimerfreunde, die Containergalerie “Conga” und der Wagenplatz am Stau.

Pläne für die Wassserstadt gibt es seit 2005, der Oldenburger Stadtrat verabschiedete 2008, nach vielfältigem Protest der Wagenleute unter Druck geraten, folgenden Beschluss: “das Wohnen in Bauwagen, LKW und Bussen- wie es auf dem Wagenplatz (…) praktiziert wird- stellt eine akzeptierte Wohnform dar, die dauerhaft auf einem möglichst zentral gelegenen Gelände gesichert werden soll.”

Trotzdem hällt die Stadt an der Vertreibung des Platzes für die Wasserstadt fest, ohne, dass für den derzeitigen Standort konkrete Bebaungspläne vorhanden wären und ohne, dass ein adäquates Ersatzgrundstück gefunden wäre.

Daher stand die Demonstration unter dem Motto “Luftschlössern weichen wir nicht”.

An der Baustelle des zukünftigen “ECE- Centers”, eines riesigen neuen Einkaufscenters mitten in der Stadt, wurde ein Banner “Recht auf Stadt für alle – Wasserstadt versenken! Wagenburg bleibt, wo sie will!” gespannt.

An einem zentralen Platz am Anfang der Fußgängerzone wies ein “Prediger” auf die Widersprüche des Projektes Wasserstadt und den Umgang der Stadt mit dem Wagenplatz hin und übergab der Stadt ein “Ersatzgrundstück” in Form eines Wagenplatzes auf einer 2x3m grossen Holzkiste mit dem Hinweis, die Stadt solle dies nehmen, das Grundstück des Oldenburger Wagenplatzes würden sie ohnehin nicht bekommen.

Solange kein schlüssiges Konzept mit konkreten Projekten für das Grundstück am Stau vorhanden sei, würde man den Platz auf keinen Fall verlassen.

Der Oldenburger Wagenplatz ist fester Beastandteil der Oldenburger Scene, ein Kultur- und Wohneprojekt, dass sich nicht ohne weiteres an einen anderen Ort verpflanzen lässt.

Die Demonstration war Höhepunkt des traditionellen 3 Tägigen Wagenplatzfestes mit Workshops, Konzerten, Flex-Rennen und Parties. Es waren Unterstützerinnen aus rund 15 Orten Deutschlands angereist um ihre Solidarität mit dem Oldenburger Platz zu bekunden.

“Der beste Platz für Wagen ist immernoch der Stau”

Wagenburg in Oldenburg bleibt- wie und wo sie ist!