Basel: Von denen, die schneller besetzen als ihr Schatten

Basel_Schützengasse_22

Da unser Gastspiel in Binningen viel zu schnell vorbeiging, haben wir beschlossen unserem Bedürfnis nach Raum mehr Kraft zu verleihen.
Kaum 24 Stunden nach besagter Besetzung sind wir einen Schritt weiter (etwas, das Staat und Regierung seit Jahrzehnten nicht vollbracht haben) und besetzen erneut. Wir brauchen Raum – und deshalb nehmen wir ihn uns.
Warum auch nicht, wenn sogar eine räumlich begrenzte Stadt wie Basel, die angeblich aus allen Nähten platzt, übersät ist mit leerstehenden Gebäuden.
Nach Einkaufsparadies und 70er Baustil in guter Lage an einer von Basels Hauptverkehrsachsen, begeben wir uns ins Grüne, genauer gesagt nach Riehen.
Weit weg vom Alltagsstress der Grossstadt beleben wir hier ein geruhsames Plätzchen, das geschätzte 15 Jahre niemanden interessiert zu haben scheint.
Die Schützengasse 22, die einer Aktiengesellschaft aus Zug gehört, ist von Aufwertung verschont geblieben und das soll auch so bleiben.
Wir sind gespannt und freuen uns auf ein neues Daheim mit viel Potenzial.

Kommt vorbei, wir beissen nicht (jeden)!
Eure Besetzenden
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Basel: Die unerträgliche Leichtigkeit des Besetzens

Basel_Hauptstrasse_4

Binningen ist ein aufstrebendes Fleckchen, fleissig wird gebaut, emsig wird gescheffelt. Nicht so an der Hauptstrasse 4, dem Tor nach Binningen (baselzentristisch betrachtet). Noch nicht.

Und plötzlich doch. Wir sind jetzt hier, im verlassenen Einkaufscenter samt Wohnhochhaus und Garten, dem ehemaligen Dorenbach Center. Wir zonen nicht um, reichen keine Einsprachen ein, renovieren nicht und verdienen uns schon gar keine goldene Nase damit. Aber wir leben hier. Am Eingang zu Binningen. [weiter ..]

Zurück in der Stadt, Neubesetzung in Basel (CH), Petersgraben 20

Wir haben’s ja gleich gesagt. Unsere Bedürfnisse nach unkommerziellen Räumen, freier Lebensgestaltung und solidarischem Miteinander werden nicht weniger, nur weil der Schiessstand geplättet wurde. Das Haus am Petersgraben 20 (nähe Uni) ist eine hübsche Abwechslung vom Landleben in Allschwil. Sein Kontext, bzw derjenige des Lehrstandes, jedoch kann getrost unter „die ewig gleiche Scheisse“ abgelegt werden.

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Basel: Warum wir besetzen (bezogen auf den Schiessplatz Allschwil)

Seit Jahren ist die Tendenz festzustellen, dass immer mehr billiger Wohn- und Kulturraum sowie selbstorganisierte Räume verschwinden – und zwar zu Gunsten gewinnorientierter Bauten und teuren Luxuswohnungen. Dies hat zur Folge, dass Quartiere aufgewertet werden und lediglich Menschen mit grösseren Einkommen Zugang zu Wohn- und Kulturraum haben, währendem Menschen mit wenig Geld aus ihren Häusern und von ihren Plätzen, kurz: aus ihrem Zuhause und ihren Begegnungsräumen, verdrängt werden.
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Basel-Land (Schweiz): Besetzung Schiessplatz Allschwil

Hier und heute besetzen wir mal wieder. Wir entziehen den seit Jahren ungenutzten Schiessplatz in Allschwil der Willkür beider Basel und beleben ihn nach unseren Vorstellungen. Bevor ihn die SpekulantInnen der Immobas auf Vorrat abreissen und damit ein Areal voller Möglichkeiten zerstören können.

Wir glauben nicht, dass wir den einfachen Mietenden, den einfachen Lohnabhängigen erklären müssen, wieso wir ein Leben jenseits von Profitlogik und Schufterei anstreben. Nur Medien und rechte IdiotInnen schaffen es regelmässig, Menschen, die auf der Suche nach einem solidarischen, möglichst geldfreien Zusammenleben sind, mit Neid und Missgunst zu begegnen. All jene Menschen, die auch nach diesen Zielen streben, laden wir herzlich ein, diesen neuen Raum mit uns zu teilen, ihn gemeinsam zu gestalten und den Geldgeilen und Hassbegierigen den gemeinschaftlichen MIttelfinger zu zeigen. [weiter ..]

Basel (Schweiz): Jusqu‘ici tout va bien… „Reclaim The Streets“

In der Nacht auf Sonn­tag, kurz nach Mit­ter­nacht, fand in Basel eine spon­ta­ne Stras­sen­par­ty (“Re­claim the Streets”) mit über 100 Men­schen statt. Vom Klein­ba­sel ging es mit guter Musik, tol­ler Stim­mung und spo­ra­di­scher Py­ro­tech­nik über die Drei­ro­sen­brü­cke, den Volta­platz und schliess­lich durch neb­li­ge Stras­sen zur Villa Ro­senau, wo noch bis in die Mor­gen­stun­den ge­fei­ert wurde.

Der Umzug war spon­tan or­ga­ni­siert wor­den, unter an­de­rem als Re­ak­ti­on auf die üble Hetz­kam­pa­gne der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit von Sei­ten der BaZ und von Te­le­Ba­sel, die auf eine Dis­kre­di­tie­rung der seit 2004 be­ste­hen­den Villa Ro­senau ab­zielt.

Die völ­lig kom­mer­zia­li­sier­te und durch­ge­styl­te Aus­geh-​Kul­tur, die po­li­zei­li­che Kon­trol­le des öf­fent­li­chen Raums, die “Auf­wer­tung” gan­zer Quar­tie­re zum Nach­teil är­me­rer Be­völ­ke­rungs­schich­ten – dies sind nur ei­ni­ge der The­men, gegen die mo­men­tan mit den un­ter­schied­lichs­ten Ak­ti­ons­for­men pro­tes­tiert und Wi­der­stand ge­leis­tet wird. [weiter ..]

Rebgasse in Basel geraeumt

  Rebgasse in Basel geraeumt


Heute morgen um 6:00 wurde die Rebgasse 11 von 40-50 Beamten geraeumt. Das Haus war seit Ende Oktober besetzt. Das Haus, welches dem Schweizer Staat, gehoert hatte bis zum 8.November schon ein Ultimaum.

Zum Zeitpunkt der Raeumung waren nur zwei Menschen im Haus anwesend. Am fruehen Abend gab es eine kleine Aktion am Fischmarkt/ vorm Finanzdepartement.

Aktuell ist in Basel die HausbesetzerInnenszene sehr aktiv – die Medien waren sehr an dieser Besetzung interessiert und es hat sehr viele Diskussionen gegeben.

Am 15. November gibt es eine weitere Demo gegen Polizeirepression. Treffpunkt ist um 16:00, Barfuesser Platz.

Tuerkheimer Strasse ist zur Zeit noch besetzt.

[squat!net]


Hausbesetzung in Basel geräumt

  Hausbesetzung in Basel geräumt


Am Samstag 6.9.2003 wurde die Schwarzwaldallee 269 in basel neu besetzt. Die Besetzerinnen wollten mit dem Besitzer, der Tobler Biervertrieb AG, Vertragsverhandlungen aufnehmen, die diese ablehnte. Heute wurde das Haus um ca. 17.30h geräumt; etwa 15 Besetzerinnen wurden von den Bullen abgeführt.

Am Samstag dem 6.9.2003 wurde um 9.00h morgens das leerstehende Haus an der Schwarzwaldallee 269 in Basel besetzt. Die Besetzung verlief ruhig, der Brunch der Sympatisantinnen vor dem Haus wurde nicht gestört. Die Bullen kamen erst am Nachmittag und schickten bloss zwei Zivis um das Haus von aussen anzukucken. Heute Montag 8.9.2003 versuchten die Besetzerinnen mit Sigi Huber ( 079 421 22 22), dem Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär der Tobler Biervertrieb AG (tel. 01 431 75 11, fax 01 431 79 06), Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Sie hatten sozial verträgliche Mietverträge gefordert.Dieser lehnte jedoch jegliche Verträge kategorisch ab und hatte schon am morgen bei den Bullen Strafanzeige eingereicht. Die Bullen liessen sich dann bis am späten Nachmittag zeit, um die Räumung vorzubereiten. Um ca. 17.30h drangen sie in das Haus ein und nahmen alle Leute, die sich zu diesem Zeitpunkt im Haus befanden, fest.

Näxte aktion: Vegane Volxküche vor der Schwarzwaldallee 269, Dienstag 9.9.2003 ab 19.00h! Kommt alle!

Stoppt die Offensive gegen selbstbestimmte Wohn- und Kulturprojekte!!! Stoppt den Bullenterror!!! Die Häuser denen, die sie bewohnen!!! Friede den Hütten, Krieg den Palästen!!!

Besetzerinnen Schwarzwaldallee

[squat!net]


RTS in Basel

  RTS in Basel


Die Stadt ist für alle da! Reclaim the streets! > DEMOPARTY Sa, 26.7.03 20 Uhr Barfüsserplatz, Basel

Am Mittwoch, den 23. Juli 03, um 6 Uhr begann die Polizei in der elsie Türen einzuschlagen, Räume aufzubrechen und Menschen abzuführen. Die Stiftung Habitat, die Besitzerin der Liegenschaften elsässerstrasse 5-11a, hatte den Nutzungsvertrag für die Gebäude im Hinterhof im wahrsten Sinne fristlos gekündigt.

Die Kündigung erreichte die BewohnerInnen und BenutzerInnen erst um 9.45 Uhr mit der Post. Zu diesem Zeitpunkt waren die Räumlichkeiten schon durch die Polizei und Bauarbeiter geräumt, die Abbrucharbeiten in vollem Gange. Der Hof der elsässerstrasse 5-11a wird von zahlreichen Personen genutzt, alle trafen die Vorkommnisse aus heiterem Himmel. In den aktiv genutzen kommerzfreien Kulturraum im Keller der elsie verteilte die Habitat 5 Lastwagen voll Kies, um diesen unbrauchbar zu machen.

Durch das überfallartige Vorgehen um 6 Uhr morgens, wenn noch keine Anwältin und kein Anwalt zu erreichen ist und die Gerichte noch geschlossen sind, und durch das unglaubliche Tempo, mit dem begonnen wurde abzureissen, wurde den Betroffenen jede Möglichkeit, sich auf dem legalen Weg zu wehren, genommen.

Im Verlaufe der Polizei- Aktion kam es zu mehreren Verhaftungen. Die Verhafteten wurden zu Boden geworfen, an die Wand geschleudert und/oder von vier bis fünf Polizeibeamten gleichzeitig traktiert. Blutergüsse und Schürfungen sind die Folgen Auch die neubesetzte villa amparo auf dem Bruderholz ist vom Abriss bedroht. Schon im Herbst sollen dort die Abrissbagger ans Werk.

Reclaim the streets! Gegen die rücksichtslose Zerstörungspolitik der Stiftung Habitat! Gegen den Abriss der villa amparo und der elsässerstr. 5-11a! Für den Erhalt von günstigem Wohnraum und kommerzfreier Kulturräume! Für eine lebendige Stadt! Wir lassen uns nicht vertreiben! Die Stadt ist für alle da, nicht nur für die Reichen!

[squat!net]


Schweiz: 26. July Kundgenug in Winterthur und RTS in Basel

  26. July Kundgenug in Winterthur und rts in basel [beides schweiz]


26. juli: kundgebung in winterthur/schweiz: keine räumung besetzter häuser!

seit nun gut drei wochen ist in winterthur das haus am sennhofweg 55 besetzt. die liegenschaft befindet sich im besitz von bruno stefanini’s terresta AG. stefanini — ein über die stadtgrenzen von winterthur hinaus bekannter und (v.a. bei seinen mieterInnen) gefürchteter immobilienhai — blockiert z.zt. jegliche verhandlungen über einen verbleib der besetzerInnen im sennhofweg.

angesichts der auch in winterhtur grassierenden wohnungsnot wollte sich stefanini aber den medien gegenüber als gönnerhaft präsentierten: er bot den besetzerInnen als alternative die halb verfallene, kaum bewohnbare abbruchliegenschaft an der schaffhauserstr. 62 an, in winterthur seit eh und je bekannt unter dem namen “rattenloch”. die besetzerInnen dürften fünf jahre bleiben, müssten aber das haus selber instand setzten. (weitere infos unter www.indymedia.ch/de/2003/07/12792.shtml).

das angebot ist natürlich eine frechheit sondergleichen, denn stefanini will, dass die besetzerInnen sein nicht mehr bewohnbares haus kostenfrei wieder instand setzen, damit er es nachher wieder vermieten kann. dazu scheinen die besetzerInnen aber weder zeit noch lust zu haben: sie wollen am sennhofweg 55 bleiben. für den 4. august droht stefanini damit, den sennhofweg räumen zu lassen, falls die besetzerInnen auf sein ach so grosszügiges angebot nicht eingehen sollten.

die bewohnerInnen des sennhofwegs brauchen unsere solidarität, deshalb:

SENNHOFWEG BLEIBT! STEFANINI AUF DIE PELLE RÜCKEN! KUNDGEBUNG IN WINTERTHUR/SCHWEIZ SAMSTAG 26.7.03, 14.00 UHR JUSTIZIABRUNNEN/MARKTGASSE DANACH VOLXKÜCHE AUFM LAND (GRILLZOIX SELBER MITBRINGEN)

am Mittwoch 23. juli 2003 haben um 6.00h morgens die bullen mit der räumung des hinterhofes und des Konzertkellers in der Elsie begonnen. der hinterhof wird im moment abgerissen, der konzertkeller wurde mit kies aufgefüllt und somit unbenutzbar gemacht. Auch der neubesetzten Villa Amparo droht das ende: ruckzuck wurde ein baugesuch eingegeben, bereits auf diesen herbst soll jetzt auch mit dem abriss begonnen werden. wir lassen uns nicht vertreiben, nicht in basel und nirgendwo! deshalb: Samstag 26. juli 2003 ab 20.00h Reclaim the Streets!!! Treffpunkt: Barfüsserplatz in basel die elsie bleibt! die Villa amparo bleibt! für selbstbestimmten, sozialen wohn- und kulturraum!!! squat the world!

[squat!net]