NAZIS IN DIE SPREE !!!!

  NAZIS IN DIE SPREE !!!!


Am 28.11.2001 wird die überarbeitete Ausstellung “Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1945” in Berlin eröffnet. Gegen diese Ausstellung wollen am 1. Dezember NPD und unabhängige Kameradschaften mit über 3000 Nazis durch Berlin-Mitte demonstrieren. Ihr Motto: “Unsere Väter waren keine Mörder!” Damit wollen sie an einen ihrer größten Erfolge der letzten Jahre anknüpfen, bei dem es ihnen gelang, im Bündnis mit Konservativen und Rechtsnationalen eine vorläufige Schliessung der Ausstellung zu bewirken.

Wir sehen uns am Samstag auf der Strasse!!!

Die Ausstellung ist von Mittwoch, 28. November 2001 bis zum 13. Januar 2001 täglich (außer montags) von 10-18 Uhr im KunstWerk, Auguststraße 69, Berlin-Mitte, zu besichtigen.

Nazi-Demo erhält Auflagen Die Route der Nazidemo wurde von der Berliner Innenverwaltung weitgehend bestätigt, weitere Angaben werden aber geheimgehalten. Ein Demoverbot wurde erst garnicht versucht. Auflagen allerdings wurden schon erteilt. Verboten sind unter anderem Uniformen und “marschartige Formationen” sowie “Marschmusik”. Auch Sprechchöre wie “Ruhm und Ehre der Waffen-SS”, mit denen Neonazis bislang bei Aufmärschen in Berlin ungehindert das NS-Regime verherrlichen konnten, sind untersagt. Drei NPD-Redner bekamen außerdem Auftrittsverbot: Friedhelm Busse, Ex-Vorsitzender der verbotenen FAP, Wolfgang Nahrath, Ex-Chef der verbotenen Wiking-Jugend, und das frühere Waffen-SS-Mitglied Herbert Schweiger. Die NPD hat dagegen beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht. Unabhängige antifaschistische Initiativen gehen derweil davon aus, dass die Rechtsextremisten möglicherweise vom Sammelpunkt am Bahnhof Friedrichstraße über Chaussee- und Invalidenstraße zum Alexanderplatz geführt werden.

Info Nr. 4 vom Antifa-Info-Telefon Berlin: [Stand: 28.11.2001] Eine Routenänderung des Naziaufmarsches wird immer wahrscheinlicher. Laut InfoRadio will die Polizei am liebsten “ziemlich zeitnah” zum Termin die Route verlegen. Warum, ist klar und erst recht ein Grund das Info-Telefon zu nutzen.(Mobil: 0177-4770386 Festnetz:030-44341001)

Genehmigte Kundgebungen: BdA 12- 18 Uhr: Friedrichstraße (südlich des S-Bahnhofes – am Hotel) Tucholskystraße (südlich der Oranienburger) Alexanderplatz (Richtung Rotes Rathaus) Humboldt-RefRat: Bebelplatz 10-16 Uhr

DGB: ab 13.00 Uhr Auguststraße 69 (direkt vor der Ausstellung)

Nachrichten-Ticker

Regierung nennt NPD-Demo eine “unerträgliche Provokation” Berlin (AP) Die Bundesregierung sieht in der für (den morgigen) Samstag in Berlin geplanten NPD-Demonstration durch das historische jüdische Viertel der Hauptstadt nach den Worten ihres Sprechers Uwe-Karsten Heye “eine ziemlich unerträgliche Provokation”. Die überarbeitete Wehrmachtausstellung, gegen die sich die Demonstration richte, sei für die Bundesregierung ein schmerzlicher, aber notwendiger Teil der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus, sagte Heye am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung stehe an der Seite der Jüdischen Gemeinde und allen, die sich am Samstag friedlich gegen die Demonstration stellen wollten, betonte der Regierungssprecher. Zugleich sprach er den Berliner Sicherheitsbehörden das Vertrauen aus, dass es zu keinen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten kommen und dass die Polizei umsichtig und sachgerecht agieren werde. Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 – 12:53 Uhr

Wiefelspütz kritisiert Entscheidung zu NPD-Demo in Berlin – SPD-Politiker: Route hätte geändert werden können

Berlin (AFP) – Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat dem Berliner Senat vorgeworfen, zu wenig Einfluss auf die Route der für Samstag geplanten NPD-Demonstration genommen zu haben. Die Berliner Behörden hätten «da sehr wohl Gestaltungsräume» sagte Wiefelspütz am Freitag im Berlin-Brandenburger Inforadio mit Blick auf den geplanten Marsch durch das frühere jüdische Viertel der Hauptstadt. Der Berliner Innensenat hatte am Donnerstag entschieden, dass die von der NPD angemeldete Demonstration gegen die neu eröffnete Wehrmachtsausstellung unter Auflagen stattfinden darf. Die Route durch das Scheunenviertel, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg viele Juden gelebt hatten, wurde dabei weitgehend bestätigt. Quelle: BerlinOnline 30.11.2001 – 11:06 Uhr

Trotz heftiger Proteste NPD-Demo in Berlin

Berlin (dpa) – Trotz heftiger Proteste aus dem In- und Ausland darf die NPD am kommenden Samstag erneut in Berlin demonstrieren. Ein Verbot der Versammlung sei rechtlich ausgeschlossen, hieß es bei der Innenverwaltung. Die NPD will gegen die Wehrmachtsausstellung protestieren, die im historischen jüdischen Viertel zu sehen ist. Bürgerinitiativen, Politiker und Prominente riefen zu Gegenaktionen auf. Rabbiner und der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin kündigten an, sich den Rechtsextremisten in den Weg zu stellen. Quelle: Yahoo! Schlagzeilen 29.11.2001 – 18:33 Uhr

Links

http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de Informationen zur Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944«. Diese Website befindet sich zur Zeit im Aufbau.

http://www.his-online.de/presse/kw_begleitprogramm.pdf Das Begleitprogramm zur Ausstellung als PDF-Datei. Diskussionen, Vorträge und Filme vom 28.11.2001 bis zum 11.1.2002.

http://www.kw-berlin.de Kunst-Werke Berlin e.V., Auguststr. 69, 10117 Berlin. Dort findet die Ausstellung vom 28. November 2001 bis zum 13. Januar 2002 statt.

http://www.wehrmachtausstellung-bi.de Die Ausstellung vom 27. Januar 2002 bis 17. März 2002 im Historischen Museum der Stadt Bielefeld.

Aktuelle Infos am 1.12.

Infotelefon der unabhängigen Antifa Mobil: 0177 – 477 03 86 Festnetz: 030 – 4434 1001

Das Infotelefon der AAB 030 – 2756 0756 [ist den ganzen Tag besetzt]

Antifa-Radio Wenn die Nazis durch Mitte laufen, gibt es am 1.12. gute Musik zum beschallen der Nazis und aktuelle Infos auf UKW 95,1

Termine

30.11.2001 – 19.00 Uhr In der Humboldt-Uni (Unter den Linden, Raum: 30/94, 2.OG, Westflügel) findet die Veranstaltung “Das Pommerland ist abgebrannt” über deutsche Geschichtspolitik und die Ausstellung “Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht” statt.

1.12.2001 – 9.00 Uhr Im Subversiv gibt’s jetzt jeden ersten Samstag im Monat Frühstück! Diesmal wegen Naziaufmarsch schon um 9.00 Uhr (sonst 12.00 Uhr)

1.12.2001 – 10.00-16.00 Uhr Genehmigte Kundgebung des Humboldt-RefRat am Bebelplatz.

1.12.2001 – 10.30 Uhr Antifa-Demo vom Hackeschen Markt zum S-Bhf. Friedrichstraße. Danach: Nazi-Aufmarsch verhindern! Zur Zeit ist die Demo nur bis 50m vor der Auguststraße erlaubt und muss bis 14.00 Uhr beendet sein

1.12.2001 – 11.00 Uhr Die Nazis sammeln sich ab 11.00 Uhr am S-Bhf. Buch (Norden) und am S-Bhf. Wannsee (Süden).

1.12.2001 – 12.00-18.00 Uhr Genehmigte Kundgebungen des ‘Bund der AntifaschistInnen’ (BdA): Friedrichstraße (südlich des S-Bahnhofes – am Hotel) Tucholskystraße (südlich der Oranienburger) Alexanderplatz (Richtung Rotes Rathaus)

1.12.2001 – 13.00 Uhr Genehmigte Kundgebung des DGB ab 13.00 Uhr Auguststraße 69 (direkt vor der Ausstellung).

1.12.2001 – 13.00 Uhr Die Nazis wollen ihre Demo vom S-Bahnhof Friedrichstrasse starten.

Anlaufstellen

Bandito Rosso (Lottumstr. 10a) Das Bandito Rosso ist an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr als Infostelle geöffnet, d.h. es gibt ausnahmsweise heißen Kaffee/Tee und aktuelle Infos.

Krähenfuss (Humboldt-Uni) Dort gibt es ebenfalls Infos und warme Getränke.

Die Nazi-Demo

Die bisher geplante Route der Nazi-Demo (13.00 bis 18.00 Uhr) soll vom S-Bahnhof Friedrichstrasse über die Oranienburger Strasse zum Kulturhaus in der Auguststrasse (dort ist die Ausstellung) und dann weiter über Rosenthaler Strasse, Torstrasse und Karl-Liebknecht-Strasse zum Alexanderplatz gehen. Zur Zeit verhandelt die Innenverwaltung mit den Nazis über eine Ausweichroute, da auf der bisherigen Strecke viele Gegenkundgebungen angemeldet wurden und am Alexanderplatz aufgrund des Weihnachtsmarktes die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. Mit einer Entscheidung über die Demoroute ist am Donnerstag oder Freitag zu rechnen.

Als Redner auf der Abschlusskundgebung sind Udo Voigt, Friedhelm Busse und Herbert Schweiger, Wolfgang Narath geplant.

Die Schleusungspunkte der NPD sind ab 11.00 Uhr der S-Bahnhof Buch im Norden und der S-Bhf. Wannsee im Süden der Stadt. Der Treffpunkt am Flughafen Schönefeld wurde gestrichen – es kann aber sein, dass sich dort trotzdem noch einige Nasen einfinden.

Also: Nazis in die Spree !!! Deutschland abschalten !!! Desaster Area Berlin !!!

[squat!net]


Wohnungsamt in Köln besetzt

  Wohnungsamt in Köln besetzt


Heute wurde das Wohnungsamt der Stadt Köln besetzt und zwar von den Menschen die aus der Unterkunft Boltensternstr. rausgeflogen waren b.z.w. freiwillig gegangen waren mit dem schriftlichen Versprechen das sie Wohnungen bekommen würden. Nachdem am Montag von 26 Familien nur eine Familie ein Zimmer bekommen hatte ging man dann mit dem versprechen das sich bis Mittwoch weiter gekümmert werden sollte. Naja es tat sich natürlich nichts. Heute wollte sich der zuständige Sachbearbeiter Herr Schleicher auf keine Diskussion mehr einlassen. Irgentwann sagte man das man nicht eher gehen würde bis es Wohnungen geben würde dann kam viel Polizei und als sie den Ersten anpackten ging man dann doch. Dann gab es noch eine Diskussion im Domforum die aber auch nicht viel brachte.Danach ab es draußen auf der Domplatte noch eine hitzige Diskussion mit einem CDU Heini.Gleichzeitig demonstrierte ein paar Schritte daneben eine Gruppe von Demostranten gegen die Massaker in der Türkei und brüllte :hoch die internationale Solidarität. das war alles sehr seltsam.. Fazit: Nix erreicht Die Leute wissen nicht wohin und das Häuflein Unterstützer …

einige aus köln


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Kan Titella (Barcelona) geraeumt

  Kan Titella (Barcelona) geraeumt


Weitere Delogierung in Barcelona:Am Morgen des 17. Oktober drang eine Hunderschaft von Polizisten gewaltsam in das besetzte Haus Kan Titella, nahm die BewohnerInnen fest und zerstoerte die Einrichtung. Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen vor dem Haus wurden weitere 14 Personen festgenommen. Seit August haeufen sich die Raeumungen – und deshalb hoerte mensch waehrend der Raeumung: Un desalojo, otra ocupación! (Eine Raeumung weitere Besetzung)

Kan Titella war seit ueber vier Jahren besetzt und hat sich seitdem zu einem sehr lebendigen Wohn- und Sozialprojekt entwickelt. So gab es in der hauseigenen Bar zahlreiche Veranstaltungen zu sozialkritischen Themen. Schon seit einem Monat drohte die Raeumung von Kan Titella, der Termin wurde schlussendlich auf den 17. Oktober festgelegt. 17 Personen hatten sich entschlossen im Haus zu bleiben um sich der Raeumung zu widersetzen. Die Proteste hatten schon am Tag zuvor mit einer Demonstration von etwa 300 Personen begonnen. Am Morgen des 17. Oktober gabs eine Volkskueche, 200 Personen fanden sich in Solidariaet mit Kan Titella in der Calle Asturias ein. Um 9:40 erschienen die Mannschaftswagen der Polizei und die Einsatzkraefte begannen gegen die versammelte Menschenmenge mit Schlagstoecken und Gummigeschossen vorzugehen. Die DemonstrantInnen antworteten mit Steinen und Flaschen. 14 DemonstrantInnen wurden festgenommen – unter ihnen zwei Studenten der Kommunikationswissenschaften die eine Arbeit ueber die Hausbesetzerszene (movimento okupa) schreiben. Die 17 Leute im Haus mussten waehrend einer Stunde das Vorgehen der Polizei gegen die DemonstrantInnen und die anschliessende Zerstoerung von Tueren, Fenstern und Moebel mitanhoeren. Sie wurden schliesslich auf dem Dach festgenommen. Beim Abgang durch das Haus wurden sie mit Schlagstoecken und Fusstritten geschlagen – wegen der von den umliegenden Haeusern filmenden JournalistInnen konnten sich die Einsatzkraefte erst im Inneren des Hauses ausstoben.

Nicht wenige der Festgenommenen mussten anschliessend von einem Arzt behandelt werden. Am Abend fand vor dem Kommisariat wo sich die 31 Festgenommen befanden eine Demo statt. Noch in der selben Nacht wurden 2 minderjaehrige (14 und 17) freigelassen. Am naechsten Tag weigerte sich die Polizei die Festgenommenen an die Justiz zu ueberstellen um den Druck auf sie und die Angehoerigen zu erhoehen – die Ueberstellung geschah erst am 19.10. Es wurden schliesslich alle in der Nacht zum 20. freigelassen und auf freiem Fuss angezeigt. Draussen bereiteten ihnen hunderte Menschen einen solidarischen Empfang. Seit August haeufen sich die Raeumungen und die Aktion gegen Kan Titella war die dritte in nur drei Tagen im aktivsten Hausbesetzerstadtteil Gracia. Am Tag zuvor war Casal Puig Antich und zwei Tage vorher CSO Ovidi Montllor geraeumt worden. Polizei und Justiz proben seit einigen Monaten eine neue Taktik gegen die relativ polulaeren okupas: um sie zu diskreditieren werden sie in Zusammenhang mit der ETA gebracht. So wurde im sommer die Sprecherin der okupas festgenommen und ihr vorgeworfen, Teil des Kommandos Barcelona der ETA zu sein. Festnahmen in Zusammenhang mit Raeumungen besetzter Haeuser laufen unter dem Antiterrorgesetz, was fuer folgende Auswirkung hat: Die Festgenommenen koennen bis zu 5 Tagen in Untersuchungshaft bleiben (72 h + 48 h bei besonderer Schwere des Vergehens). nfos ueber Raeumungen und neue Bestzungen gibts woechentlich in den contr@infos (in spanisch) -> http://revista.pangea.org/search.php?query=&topic=6

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