Die Verwaltung der Migrationsbewegungen ist eine Priorität der Regierenden. Im Kontext eines insgesamt härter werdenen sozialen Klimas geht es vor allem darum, sich die den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechenden Arbeitskräfte genaustens auszusuchen. Dieses Ausleseverfahren erfordert auch das Einsperren von unerwünschten Personen, scharfe Kontrollen an den Grenzen und auf den Straßen, die Verknappung von Visa und ein verstärktes Vogehen gegen diejenigen, die auf die eine oder andere Art und Weise gegen die Kontrolle der Migrationsbewegungen kämpfen. Seit einigen Jahren legen Polzeikräfte verstärkt Dateien über Menschen an, die gegen Abschiebeknäste, Straßenrazzien und gegen die Abschiebemaschinerie im Allgemeinen kämpfen. Die Innenminister der europäischen Union treffen sich immer häufiger, um noch intensiver das zu bekämpfen, das ihrer Einschätzung nach eine Gefahr darstellt: “die illegale Einwanderung und der Terrorismus”. Gleichzeitig werden die Kämpfe in Solidarität mit den Sans-Papiers in polizeiliche Kategorien einsortiert, wie zum Beispiel in die der “kriminellen Vereinigungen”, der “organisierten Bande” oder auch der “anarcho-autonomen Strömung”, von der eine terroristische Gefährdung ausgehe. Diese Kategorien konstruieren ein Feindbild, das je nach Bedarf einsetzbar ist, egal ob es sich um den “Fremden” oder den “Feind im Inneren” handelt.