Raeumung des besetzten Hauses in Gelsenkirchen

  Raeumung des besetzten Hauses in Gelsenkirchen


Am heutigen Samstag morgen wurde das besetzte Haus Hohenzollernstrasse in Gelsenkirchen geräumt. Gegen sechs Uhr erwarteten die Besetzer des Hauses die Polizei, da gegen halb sieben die Schuttabfuhr bestellt war.

Als gegen acht Uhr die Polizei immer noch nicht angerückt war, verliessen die Besetzer das Haus, um weitere persönliche Habe in Sicherheit zu bringen. Kurze Zeit später kehrten sie zur Hohenzollernstrasse zurück und mussten feststellen, dass die Räumung des Hauses leider ohne sie stattgefunden hat. Das Abbruchunternehmen riss das Haus bis zum Mittag ab.

Damit geht zunächst die Geschichte der Hohenzollernstrasse dem Ende entgegen… es sei denn… Aber wir werden ja sehen.

[squat!net]


“Bam op de Dam” – Bericht zur Aktin im Rahmen der Besetzertage in Amsterdam

  “Bam op de Dam” – Bericht zur Aktin im Rahmen der Besetzertage in Amsterdam


Mit einem Strassentheater haben am heutigen Samstag, 30. September, Bewohner und Sympathisanten des von der Raeumung bedrohten Projekts “Entrepotdok” in Amsterdam, auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

Mitten im Stadtzentrum, auf dem 5 Min vom Hauptbahnhof entfernten Damsquare, wurde eine Kistenwand mit dem Projekt “Entrepotdok” aufgebaut. Bewohner und eine Tresenkraft einer bekannten Besetzerkneipe in der Spuistraat erklaerten den sozialen und kulturellen Wert des Gebaeudes. Dabei stohlen die Demonstranten den ebenfalls auf dem Damsquare auftraten die Show.

Die Kalenderpanden beinhalten ein freies Radio, einen Tauschladen, eine Vokue, Wohnraeume und Konzert-, wie Kinoraeume.

Durch eine als ME (Mobile Einheit – Polizei) verkleidete Besetzerbrigade wurde daraufhin die Kistenwand zerstoert – als Symbol fuer die kommende Raeumung des Gebaeudes – Hernach wurde sie in dem Theater als “Yuppie-Arpartements” wieder aufgebaut. Die Kistenwand wechselte die Gestalt von einem kreativen Gebaeude zu einem grauen Betonklotz. Kaum war das Gebaeude neu errichtet, gab es eine Ansprache des Buergermeisters der Stadt Amsterdam, der sich Hand in Hand mit den Projektentwicklern und den Spekulanten von BAM darstellte.

Hiermit endete das Theaterstueck und die Aktion wurde in einer riesigen Rauchwolke aufgeloest. Die Akteure und viele weitere Anwesende trotteten daraufhin fuer einen weiteren Kaffee ins nahe gelegene, lichtdurchflutete Kaffee “Vrankrijk”

Bullen und Bonzen Erklaerungen ueber das Entrepotdok Die Raeumung Bonzen und Bullen Der Buergermeister haelt eine Ansprache Der Nachhauseweg von der Aktion Vor dem Vrankrijk

[squat!net]


Interview mit den Besetzern aus Gelsenkirchen (D)

  Interview mit den Besetzern aus Gelsenkirchen (D)


?: Ihr habt ein Haus in Gelsenkirchen besetzt – Seit wann?

!: Es ist seit dem 16. September besetzt!

?: Wieviel Leute sind denn bei der Besetzung dabei?

!: Wir haben es zu dritt besetzt. Und die meiste Zeit waren wir auch zu dritt. Aber es gibt vielleicht noch so zehn Leute die sich mit drum gekümmert haben.

?: Habt Ihr auch die ganze Zeit in dem Haus gewohnt?

!: Ja!

?: Ist das dieses Jahr die erste Besetzungsaktion in Gelsenkrichen?

!: Es ist die erste Besetzung in Gelsenkirchen seit 17 Jahren.

?: Gibt es denn nicht viel Unterstüzung von Nacbarn oder anderen Leuten?

!: Ach, das mit der Unterstützung war eigentlich schon ok. Die meisten Leute fanden es doof, dass das Haus hier abgerissen werden soll. Es soll nämlich am Montag, 2. Oktober abgerissen werden. Und es haben schon viele Leute ihren Zuspruch abgegeben. Aber es gab keine Sachspenden oder so. Es war halt mehr eine Unterstützung durch Worte.

?: Was ist das denn überhaupt fürn Haus – Wie ist denn der Status des Hauses? Seit wann steht es leer?

!: Es sind zwei Gebäude, die seit 1985 abgerissen werden sollen. Und seit dem hat die GGW, die gemeinnützige Gelsenkirchener Wohnungsbaugesellschaft, den Auftrag von der Stadt die Häuser zu entmieten. Es ist auch noch garnicht so lange her, dass der letzte Mensch hier ausgezogen ist – Das war etwa vor zwei Monaten. Und aus dem anderen ist erst seit etwa 4 Wochen der letzte Mensch ausgezogen.

?: Was macht Ihr denn die ganze Zeit in dem Haus, oder ist das nur einfach ein Wohnhaus?

!: Wir haben uns erstmal so provisorisch eingerichtet und wohnen auch erstmal da – Die Planung war aber schon auch sowas wie ein Stadtteilzentrum oder ein Stadtteilladen einzurichten. Da ist halt noch mehr Platz ausser zum Wohnen. Das ist daber leider flachgefallen, weil wir das einfach zu dritt nicht auf die Beine stellen konnten.

?: Warum wohnt Ihr denn nur zu dritt in dem Haus – Warum sind das nicht mehr Leute?

!: In Gelsenkirchen gibt es einfach nicht mehr so eine grosse Szene, die sich für sowas interessiert. Und naja, die meisten Leute sind halt mit was anderem beschäftigt – Uni zum Beispiel, Arbeiten und sind einfach zu faul sich das einzurichten.

?: Was braucht Ihr denn jetzt in dieser Situation?

!: Uhh, ja das ist auch alles gerade ganz schlimm – Wir waren gestern im Stadtrat, denn die Grünen haben für uns einen Antrag eingereicht, dass nochmal über das Haus gesprochen wird und dass der Abriss nochmal ausgesetzt wird, ehe ein Gutachten darüber erstellt wurde. Das alles wurde leider vom Rat abgelehnt – also werden wir wahrscheinlich morgen geräumt.

?: Wie? Morgen wird jetzt sicher geräumt?

!: Ja! Wir haben heute auch noch mal Verhandlungen mit der GGW geführt, die und Wohnungen angeboten haben. Die haben uns auch nochmal gesagt: Wenn wir heute abend noch drin sind, sollten wir uns drauf einstellen, morgen sehr frueh aufstehen zu müssen. Für morgen ist halt der Räumungstermin angesetzt. Und so wie das alles klingt, auch von der Stadt aus, wird das morgen auch durchgezogen um am Montag abzureissen.

?: Und besetzt Ihr auch in den nächsten Tagen weiter?

!: Also bis morgen werden wir auf jeden Fall noch hier sein, und ob es danach noch mal ne Besetzung in Gelsenkirchen gibt wage ich massiv zu bezweifeln. Die Motivation unter uns dreien ist auch erstmal weg – Nur noch zwei von uns können sich vorstellen, weiter zu besetzen und das ist dann sehr unrealistisch.

?: Danke nochmal fürs Interview!

!: Find ich auch gut, dass Du auch angerufen hast! Hier sind noch mehr Infos über die aktuelle Situation. Hier die Meldung zur Besetzung.

[squat!net]


Auftakt der Häusertage in Amsterdam

  Auftakt der Häusertage in Amsterdam


Zum Beginn der Häsertage in Amsterdam wurde an den Häsern Martelaarsgracht 8-10 ein Transparent zum Erhalt der Kalenderpanden aufgehägt. Die leerstehenden Gebäde befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und wurden vor 10 Jahren besetzt und binnen weniger Tage von Schlägertrupps gerät.

Seit zehn Jahren stehen die denkmalgeschützten Häser leer. Seit dem verfallen sie zusehends.

p9291621.jpg p9291627.jpg

[squat!net]


Besetzung des “Bodenbetriebs” der Stadt Amsterdam

  Besetzung des “Bodenbetriebs” der Stadt Amsterdam


Am heutigen Freitag wurde gegen 19:00 das Hauptgebaeude des “Bodenbetriebs” in Amsterdam besetzt. Der Bodenbetrieb ist Verwalter der staedtischen Flaechen in der Stadt Amsterdam – Rund 70 % der Amsterdammer Innenstadt werden von diesem Amt verwaltet.

Gegen kurz vor sieben wurde das Gebaeude von etwa 5 Menschen aufgebrochen. Weitere 50 Personen sicherten den Hinterhof. Die von Nachbarn des Gebaeudes alarmierte Polizei kam von der Rueckseite zunaechst mit einem Streifenwagen. Nur langsam kam die Verstaerkung in Form eines weiteren Streifenwagens von der Vorderseite des Gebaeudes. Auch zwei Zivilbeamte waren nach etwa 20 Minuten zur Stelle.

Inzwischen wurde das Verwaltungsgebaeude aufgebrochen und vom Dachgeschoss ein Transparent entrollt. Dieses Prangert ein weiteres Mal den Verkauf des Entrepotdoks an den Immobilienriesen BAM an – “Kalenderpanden unbezahlbar? BAM verdient 35 Mio. Gulden” steht aus diesem Grund auf dem Transparent.

Zudem wurden in dem Gebaeude mehrere Huehner ausgesetzt. Diese “echten” Brutstaetten sollen nochmals daran erinnern, dass das Projekt des Amsterdammer Stadtrates “Broedplaatsen” (Brutstaetten) von den Besetzern nicht akzeptiert wird. In diesem Projekt verspricht der Amsterdammer Stadtrat 90 Mio. Gulden fuer “subkulturelle” Foerderungen auszugeben. – Andererseits werden wichtige Projekte wie die “Kalenderpanden” geraeumt.

p9291632.jpg p9291634.jpg p9291643.jpg p9291648.jpg

[squat!net]


Am 30.09. droht Räumung des besetzten Hauses in Gelsenkirchen

  Am 30.09. droht Räumung des besetzten Hauses in Gelsenkirchen


Am 30.09. droht Räumung des besetzten Hauses in Gelsenkirchen

Räumungsultimatum für besetztes Haus in Gelsenkirchen läuft am 30.09. aus !!!

Trotz aller Verhandlungsangebote der Besetzer bleiben die Stadt Gelsenkichen und die städtische Gelsenkirchener Gemeinnützige(?) Wohnungsbaugesellschaft (GGW) hart und bestehen auf einer Räumung des seit dem 16.09.00 besetzten Hauses in der Hohenzollernstraße 250, im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck. Bereits am letzten Wochenende hat die GGW den Besetzern Strom und Wasser abgedreht. Der von GGW-Geschäftsführer Hacker in der Presse großspurig angekündigte Ersatzwohnraum wurde bisher nicht angeboten. Gelsenkirchens jungdynamischer CDU-Oberbürgermeister Oliver Wittke ist zu keinen direkten Gesprächen mit den Hausbesetzern bereit.

In einem Nachbarschaftscafe am Mittwoch haben die Besetzer viel Unterstützung von Anwohnern und den lokalen Medien erfahren. Am heutigen Donnerstag wollen sie ihrer Forderung nach Erhalt des idylischen Zechenhauses, durch einen Besuch beim Oberbürgermeister Wittke (14 Uhr Treffen vor dem Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen) und bei der öffentlichen Sitzung des Gelsenkirchener Stadtparlamentes (15 Uhr Ratssaal Hans-Sachs-Haus), Nachdruck verleihen. Vermutlich wurde die Abbruchgenehmigung für das Haus unter falschen Voraussetzungen erteilt, da ein Gutachten über die angebliche Baufälligkeit des Hauses, sich nur auf einen auf dem Grundstück gelegenen Anbau und nicht auf das Hauptgebäude bezieht. Da auf dem Gelände lediglich eine Kleingartenanlage erweitert werden soll, handelt es sich also um eine illegale Zweckentfremdung von billigem Wohnraum. Die Hausbesetzer bieten der Stadt weiterhin an, dass Haus in Eigeninitiative instandzusetzen und wollen heute der Stadt Unterschriften für den Erhalt des Gebäudes überreichen.

Am Freitag Abend sind dann alle Sympathisanten und Unterstützer zum ultimativen Besetzerfest in das Haus an der Hohenzollernstraße eingeladen. Wer irgend kann, sollte möglichst auch die gesamte Nacht im Haus verbringen. Am Samstag früh geht es dann darum, mit vielen Menschen und starker Medienpräsens, die für den Vormittag angekündigte Räumung zu verhindern. Also, laßt uns alle gemeinsam die Räumung des einzigen besetzten Hauses im Ruhrgebiet verhindern!!!

Kontakt zur Besetzerinfohotline unter: 0175/ 7575792

[squat!net]


Hausbesetzung in Gelsenkirchen

  Hausbesetzung in Gelsenkirchen


Schöner Wohnen, aber ohne Stunk

Drei Jugendliche halten seit Samstag ein baufälliges Haus an der Hohenzollernstraße besetzt. Heute, 12 Uhr, läuft das Ultimatum für die Räumung ab.

Ein geräumiges Haus mit Garten, Platz für viele Freunde und für “Mütze”, den Hund – im Moment haben Jörg (18), Björn (22) und Malte (20) alles, was sie sich immer gewünscht haben. Dumm nur: Weder das Haus gehört ihnen, noch der Garten, noch sonst irgendetwas, was das alternative Wohnen für die Twens in Bismarck so attraktiv macht: Die drei sind Hausbesetzer.

Damit gehören sie zu einer Spezies, die seit ca. 20 Jahren als ausgestorben galt. Damals wurden Hausbesetzungen noch als probates Mittel angesehen, sich Wohnraum zu beschaffen, der (angeblich) anders nicht zu kriegen war. Krach mit Vermietern und der Polizei standen damals, etwa in der Erler Auguststraße, auf der Tagesordnung.

Von Krach ist das Trio von der Hohenzollernstraße aber so weit entfernt wie das 21. Jahrhundert von den frühen 80-er Jahren. “Wir wollen keinen Stunk, sondern auf unsere Situation aufmerksam machen”, befinden die Jugendliche, die gern als WG leben würden, aber im genormten 75-qm-Wohnungsbau bislang nicht fündig geworden sind. So stiegen sie am Samstag in den leergezogenen, auf Abriss stehenden Backsteinbau neben der alten Schraubenfabrik Hadtstein ein, legten Matratzen aus, schlossen den Kohleofen an und versuchten, es sich gemütlich zu machen. Herzklopfen inklusive. Denn dass das, was hier läuft, nicht rechtens ist, wissen die Jungs. natürlich. “Trotzdem haben wir es riskiert”.

Die GGW verwaltet das heruntergekommene Haus und hat sich gestern mit den ungebetenen Gästen kurz geschlossen. “Man hat uns Mietwohnungen als Alternative angeboten”, bestätigen die Besetzer, die sich bis heute, 12 Uhr, entschieden haben müssen. Bis dahin muss das verwuselten Paradies geräumt sein, oder die Twens werden selbst geräumt. Das hat die Polizei gestern beim Ortstermin klar gemacht. “Morgen rücken wir wieder ab”, hieß es denn auch am Nachmittag beim “Kriegsrat” im Garten. Randale will das Trio der Polizei und der GGW ersparen. Und sich selbst auch. J.B.S. (waz gelsenkirchen, 19.09.00)

[squat!net]


Klage gegen PDS-Politiker abgewiesen

  Klage gegen PDS-Politiker abgewiesen


Der PDS-Abgeordnete und ehemalige Hausbesetzer Frederik (“Freke”) Over muss keinen Schadensersatz an die Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain (WBF) zahlen. Das Landgericht wies am Donnerstag eine Forderung der WBF gegen den 32-Jährigen von rund 300 000 Mark zurück. Es handelt sich um Folgekosten, die der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Räumung eines besetzten Hauses 1996 entstanden waren.

Over hatte zu dieser Zeit bereits ein Jahr lang im Wohnhaus Alt-Stralau 46 eine Wohnung widerrechtlich genutzt. In dem Gebäude hatten sich auch 40 weitere Hausbesetzer niedergelassen. Jetzt wollte die WBF die von den Besetzern angerichteten Bauschäden und die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen nach der Räumung ersetzt haben. Denn um eine Neubesetzung zu verhindern wurden Zäune aufgestellt, Türen erneuert und Schutzpersonal angefordert, so die Kläger. Das Gericht lehnte die Ansprüche ab, weil die WBF lediglich Verwalter der Immobilie gewesen sei und eine Vollmacht des Eigentümers, des Landes Berlin, nicht vorgelegen habe.

Das Abgeordnetenhaus hat unterdessen am Donnerstagabend die Immunität Overs aufgehoben und damit eine Strafverfolgung in einem anderen Fall möglich gemacht. Gegen Over besteht der Verdacht, gegen das Telekommunikationsgesetz verstoßen zu haben. Konkret hatte Over bei einer Pressekonferenz einen ihm zugespielten Mitschnitt des Polizeifunks zu einem umstrittenen Einsatz vorgestellt. (tp./dpa)

Berliner Zeitung, 15.09.00


Urteil zur Räumung des Wagenplatz K18 in Kassel verkündet

  Urteil zur Räumung des Wagenplatz K18 in Kassel verkündet


Am 11. August wurde das Urteil im Zivilverfahren wegen der Räumung des Wagenplatzes K18 verkündet. Die Gesamthochschule hatte gegen zwei Personen geklagt, die sie für BewohnerInnen hielt. Die beiden sollten zusammen 60.000.- für die Räumung 1997 bezahlen. 60.000 sind es zwar nicht geworden, aber Richterin Brem hielt nach dem zweijährigen Verfahren immerhin etwa 15.000.- der Forderungen der GhK für berechtigt. Damit sind sogar noch Posten hinzugekommen, denn nach dem 1. Verhandlungstag im Oktober 1999 betrachtete die Richterin lediglich Kosten, die nach der Räumung entstanden, als angemessen: Den Abtransport der beiden Bauwagen, die Stellplatzmiete für das einwöchige Unterstellen und die Bewachung der Wagen durch ein privates Sicherheitsunternehmen. Hinzugekommen sind nun noch Kosten für das Erstellen eines zusätzlichen Bauzaunes und das Planieren der Zufahrt, damit die Tieflader die Wagen nach der Räumung auch abtransportieren können. Insgesamt sollen die beiden Beklagten jetzt 13.150.- gesamtschuldnerisch übernehmen sowie 1.281.- für den Abtransport ihres eigenen Wagens.

Um es schönzureden, könnte mensch das Urteil als einen Gewinn betrachten, immerhin hat die GhK nur 26% ihrer Forderungen durchsetzen können. Daher muß sie letztlich auch die Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen. Dennoch ist das Urteil ein Symbol, wie mit alternativen Wohn- und Lebensformen umgegangen wird. Richterin Brem wollte sich innerhalb des Prozesses auf keinerlei politische oder moralische Argumentationen einlassen BewohnerInnen vor der Räumung mehrfach öffentlich ihre Gesprächsbereitschaft signalisiert haben und klarstellten, es nicht zu einer Räumung kommen lassen zu wollen. Auch das Angebot, am Morgen der Räumung die Wagen selbst wegzuziehen (was der Einsatzleiter der Polizei angenommen hätte), fand keine Berücksichtigung bei dem Urteil. Die GhK hat sich also mit ihrer Starrköpfigkeit durchsetzen können. Durch den Baubeginn hat sie einen Sachzwang geschaffen, der eine Räumung legitimieren sollte.

Die Rechnung ist aufgegangen. Die BewohnerInnen haben einen Teil des Geldes schon zusammen, viele Leute haben gespendet oder Solidaritätsaktionen gemacht. Noch immer fehlen aber einige Tausend, so daß die Spendenkampagne neu aufgerollt wird. Wer also bisher gezögert hat und das Urteil abwarten wollte: Ihr könnt jetzt spenden…

(Spendenkonto J. Laube, Kontonr. 1003920694, BLZ 52050353, Kasseler Sparkasse).

Außerdem gibt es seit zwei Wochen den Soli-Sampler gemeinsam auslöffeln zu kaufen, den ihr in Kassel in der Hafenbar oder im Café Desasta bekommen könnt.

[squat!net]


Haldenstrasse in Zürich geräumt

  Haldenstrasse in Zürich geräumt


Haldenstrasse geräumt:

Donnerstag 7.9.00 wurden die besetzten Häuser an der Haldenstr. geräumt. Die Zussicherung der Verwaltung (Hatt-Haller) bis Freitag würde nichts geschehen war eine fadengrade Lüge. Die Graffitis wurden allesamt weiss überstrichen, die BesezerInnen wurden kontrolliert; eine Oesterreicherin sitzt jetzt in Ausschaffungshaft.

[squat!net]


Tags: