[Radio] Interview: 10 Jahre Besetzung des New Yorck im Bethanien

Dieses Jahr feierte das New Yorck im Bethanien sein 10. Jubiläum. Seine bewegte Geschichte ausgehend von der Räumung der Yorckstr. 59 in Kreuzberg sowie die aktuellen Fragen rund um das Thema Besetzen in Berlin stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Interviews. Wir entschuldigen uns für die bescheidene Audioqualität.

Länge: 13:12 min

Den zugehörigen Audiobeitrag könnt ihr ab sofort hier herunterladen:archive.org (wav | mp3 | ogg).
[weiter ..]

Häuserkämpfe in Berlin und Barcelona am Übergang zur neoliberalen Stadt

Zwischen gesellschaftlicher Intervention und radikaler Nischenpolitik.

Hausbesetzungsbewegungen gehörten zu den wichtigsten sozialen Bewegungen der 1970er und 1980er Jahre. Ob in Amsterdam, Mailand, Paris, Berlin, Barcelona, London, Kopenhagen oder Zürich – in vielen westeuropäischen Großstädten waren besetzte Häuser und soziale Zentren Knotenpunkte im weiten Netz der sozialen und politischen Bewegungen. Hausbesetzungen waren zwar keine Erfindung dieser Zeit. In der jahrhundertealten Geschichte von städtischen Kämpfen und Armutsbewegungen spielte die Aneignung von Land und Wohnraum immer eine zentrale Rolle. Spätestens in den 1970er Jahren traten aber Besetzungen eines neuen Typs auf, in denen die Aneignung von Räumen verbunden war mit einer darüber hinaus gehenden politischen Mobilisierung und Intervention, mit dem Herstellen von Öffentlichkeit und politischen Bündnissen, der Formulierung von Forderungen und dem Versuch, diese mittels der Besetzung und anderer Aktionen durchzusetzen.
[weiter ..]

[Berlin] Besetzen statt Räumen – Mietkampf contra Autobahn – Demonstration

In Solidarität und zur Unterstützung von Mieter*innen der Beermannstraße 20 und 22 organisierten wir kurzfristig eine Demonstration am 6.2. Die Mieter*innen werden massiv unter Druck gesetzt ihre Wohnungen zu verlassen, damit der Senat bezahlbaren Wohnraum zerstören kann. Mieten explodieren, während die Industrie, die Baumafia und der Berliner Filz aus SPD und CDU eine Autobahn durch die Stadt treiben.
[weiter ..]

[Berlin] A100, Verdrängung, Widerstand

Während die Bauarbeiten für die A100 laufen, macht der neue Stadtentwicklungssenator deutlich, dass er sehr viel mehr durchsetzen will als nur das Teilstück nach Treptow. In der Beermannstraße, wo Häuser und Gärten für die Autobahn vernichtet werden sollen, spitzt sich die Lage zu. Nach mehreren Aktionen gegen die Verdrängung der BewohnerInnen, wird deshalb für diesen Sonntag direkt in die Gärten mobilisiert.
[weiter ..]

200 Zwangsräumungen in Mailand

200 Zwangsräumungen in Mailand – jeden Tag Widerstand. Schwangere Frau im siebten Monat verliert nach Polizeigewalt ihr ungeborenes Baby. Solidarität aus Berlin – Aufruf zur Beteiligung.

Vor einer Wochen startete im Mailänder Stadtteil San Siro eine Polizei-Operation, bei der über 200 Zwangsräumungen durchgeführt werden sollen. Es geht um Wohnungen in öffentlicher Hand, die von Familien besetzt wurden. In San Siro gibt es eine starke Selbstorganisation. Weil es viele Menschen ohne Wohnungen aber auch viele Wohnungen ohne Menschen gibt, haben die Menschen die Problemlösung selbst in die Hand genommen.
[weiter ..]

[Berlin] Unterstützung der Cuvrybrache

Die Cuvrybrache ist eine besetzte Brachfläche am Spreeufer in Berlin/Kreuzberg. Jede_r kann auf die Brache kommen, dort wohnen, leben und da sein.

Ein paar Fakten: Derzeit leben in selbstgebauten Hütten circa 100-150 Menschen, auch viele Kinder. Es gibt keinen Strom und kein Wasser auf dem Platz. Wenn du Müll rausstellt, kannste eine Anzeige bekommen. Der Bezirk stellt keinerlei Unterstützung, zuletzt mit der perfiden Argumentation, dass die besetzte Schule in der Ohlauer soviel Geld koste. Die Brache ist akut räumungsbedroht.

Ca. 50 bis 100 Touristen kommen täglich vorbei und glotzen und es gibt mindestens ein/e Reporter_in pro Tag, die die Geschichte von der ‘Ersten Favela Deutschlands weiter aussschlachten will’.

[weiter ..]

[Berlin] M99 am 25.07.2014 akut Räumungsbedroht!

Der Inhaber des M99, eines Ladens für Bücher, Bekleidung und weiteren Bedarf, erhielt heute wiederholt per Boten ein Schreiben mit der fristlosen Kündigung, in dem die Hausverwaltung ihn auffordert, den Laden bis morgen 12 Uhr zu räumen und den Schlüssel zu übergeben.

Der Rechtsanwalt geht von einer möglichen Räumung aus – kommt also zahlreich schon vor 12 Uhr zur Unterstützung vorbei.

Kommt zum Laden in der Manteuffelstraße 99!

Zwangsräumungen verhindern !!!

[Berlin] Räumung der von Refugees besetzten Schule in der Ohlauer Strasse

[Dienstag 01.07.2014]

[14:30] Bullen werden die Schule wohl auf Ersuch des Berzirksamts räumen. Organisiert Widerstand!

Ticker: https://www.aktionsticker.org/
Twitter: https://twitter.com/hashtag/ohlauer?f=realtime&src=hash
Livestream http://www.livestream.com/undergroundreports

indymedia Räumung der besetzen Schule beginnt!
indymedia An alle Gruppen bundesweit! Besetzt Büros der Grünen ! Besetzte Schule in Berlin wird geräumt!
indymedia Räumung der Schule steht unmittelbar bevor
indymedia Räumung der Schule hat begonnen

[Samstag 28.06.2014]

Die Belagerung Kreuzbergs und der Schule durch die Bullen dauert weiter an. Es befinden sich weiterhin Menschen auf dem Dach der Schule. Es gibt mittlerweile einen Infopunkt vor Ort und mehrere Ticker über die die aktuellen Geschehnisse. Deshalb updaten wir hier nicht mehr und versuchen stattdessen einen Überblick über mainstream und unabhängige (Medien)Berichte, Solierklärungen und Soliaktionen zu schaffen.

Massive Love, Rage and solidarity to all people in and all supporters outside the school!

Aktuelle Infos

Blog des Infopunkts in der (german)
http://ohlauerinfopoint.wordpress.com/

Der Newsticker des Infopunkts (german) in der Reiche 63a – Infotelefon 0176 97528414
https://www.aktionsticker.org/
https://twitter.com/OhlauerInfo

Twitter unter #ohlauer (mainly german and some english)
https://twitter.com/hashtag/ohlauer?f=realtime&src=hash

Karte der Gegend um die Schule erstellt von Neues Deutschland auf CartoDB

Bitte um Protest & militante Interventionen bundesweit!
https://linksunten.indymedia.org/en/node/117525

Call for protest and militant interventions
https://linksunten.indymedia.org/en/node/117564

English page of Squat!Net
https://en.squat.net/2014/06/27/berlin-eviction-of-squatted-refugee-school-updates-from-spontaneous-demo/

English page of Contra Info
https://en.contrainfo.espiv.net/tag/berlin/

Up2date timeline on Revolution News
http://revolution-news.com/berlin-refugees-threaten-to-set-squat-on-fire-if-police-attempt-eviction/

[weiter ..]

[Berlin] Hausbesetzung in der Franz-Künstler-Straße

Wir haben ein Haus besetzt. Jetzt steht es wieder leer. Es steht leer, während durch Zwangsräumungen Menschen auf der Straße leben. Es steht leer, während Geflüchtete unmenschlichen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Es steht leer, während vielen die Mieten zu teuer werden. Es steht leer, während Menschen vereinsamen und verzweifeln. [english version]

Wir sind Freund_innen, Nachbar_innen und Menschen dieser Stadt (mit und ohne Fluchterfahrung). Wir wollten das Haus für ein selbstorganisiertes Hausprojekt. Wir besetzten dieses Haus um zusammen zu leben, um die Isolation und die politischen Ketten zu durchbrechen. Um solidarisch zu handeln und emanzipatorische Perspektiven zu entwickeln. Um uns aus der Defensive heraus zu holen. Um die Kriminalisierung von Geflüchteten, zum Beispiel durch die Unterbringung in Lagern, zu stoppen. Wir wollen ein würdevolles Leben für alle, nicht eines, in dem das Leben von Menschen illegalisiert werden kann.
[weiter ..]

Besetzen im 21.Jahrhundert – Die Häuser denen die drin wohnen

Von azozomox (pdf)

Die großen Besetzungswellen 1980/81 in Westberlin und 1989/90 in Gesamtberlin, insbesondere im Ostteil der Stadt mit jeweils mehr als 120 besetzten Häusern, führte neben vielen Räumungen zu einer Legalisierung eines großes Teils jener Häuser (1). Die letzte große Räumungswelle von Häusern und Wagenplätzen erfolgte dann Mitte der 90er Jahre, verantwortet vom damaligen CDU-Innensenator undEx-Bundeswehrgeneral Jörg Schönbohm. Ganz wesentlich für das Verhindern von Besetzungen trug – neben dem Fehlen einer größerenund breiteren politischen Bewegung, die die Fähigkeit zu massiven Mobilisierungen gehabt hätte – die staatliche Repression in Form der konsequenten Anwendung der sogenannten »Berliner Linie« bei. Diese beinhaltete u.a. die Vorgabe, nach Stellung eines Strafantrags auch ohne Gerichtsbeschluss, sofort räumen zu lassen – meist binnen 24 Stunden bzw. weniger Tage nach einer Besetzung. Ursprünglich besagte diese vomSPD/FDP-Senat 1981 eingeführte »Berliner Linie der Vernunft« oder nur »Linie der Vernunft«, wie sie anfänglich genannt wurde, dass neubesetzte Häuser nur dann geräumt werden können, wenn die HausbesitzerIn zusätzlich zum gestellten Strafantrag auch ein prüfbares Bauvorhaben wie z.B. eine Sanierung vorweisen konnte.
[weiter ..]