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[Greifswald] Räumung der Brinke droht – Aktionswoche jetzt

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Ab dem 11.11. rufen wir kurzfristig zu einer Aktionswoche gegen die Räumung der besetzten Brinkstraße 16/17 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) auf. Eine einstweilige Verfügung und die Aussagen des Gerichtsvollziehers machen eine Räumung unseres Hauses in der nächsten Woche sehr wahrscheinlich. Geplant sind Aktionen, Workshops, ein Filmabend zu vergangenen Besetzungen, Küfa, Vorträge, sowie Bezugsgruppenfindung und wie immer natürlich Plena.

Das besondere an dieser Besetzung ist die breite Unterstützung der Bevölkerung und das wir immerhin schon einen Monat drin sind – obwohl die Bullen zwei Häuser weiter ihre Hauptwache haben…

Kommt her und nutzt die Gelegenheit mit uns zusammen das Konzept des hier praktizierten „community supported squatting“ weiterzuentwickeln.

Ein genaues Programm wird Anfang der Woche veröffentlicht.

Unsere Ideen und eure können wir hier gemeinsam weiter denken.

Seid kreativ und vielfältig in der Vorbereitung eurer Aktion.

Macht Soliaktionen bei euch.

Also haltet euch bereit, kommt zahlreich und kämpft mit uns um das Haus und eine selbstorganisierte Stadt!

Räumungen verhindern in Greifswald und überall!

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[Dortmund] Kännchen nur draußen – Ehemaliges Café in der Dortmunder Nordstadt besetzt

doortmund.avanti.soli.besetzung

Die Besetzung der Kirche in der Braunschweiger Straße am 17. Oktober wurde zwar noch am selben Abend geräumt. Das hält uns aber nicht davon ab, einfach weiterzumachen. Seit heute Nacht ist die Flensburger Straße 1 besetzt.

Viele Häuser stehen im Norden leer. Das ehemalige Café As im Brunnenstraßenviertel ist Wohn- und Veranstaltungsraum in einem. Menschen könnten hier wohnen, Kultur und Kunst schaffen, arbeiten und ihr Leben selbstbestimmt gestalten. Sie könnten, wenn vielen Hausbesitzer*innen nicht Profitgier über Gemeinwohl ginge. Doch leider verfallen Gebäude wie dieses, während in der Nordstadt Menschen auf der Suche nach Räumen sind, die Platz für solche Träume oder ihnen ganz banal ein Dach über dem Kopf bieten.

Wir kritisieren diese Zustände und haben uns entschlossen, eines dieser Häuser zu besetzen. Es gibt kein Recht darauf, ein Gebäude verfallen zu lassen, sei es eine Kirche, ein Wohnhaus oder eben ein Café.

Wir erwarten, dass die Polizei sich erneut zum Erfüllungsgehilfen des Status quo machen wird und mit Gewalt das Haus räumen wird. Kommt doch!

von https://linksunten.indymedia.org/de/node/126965

Hausbesetzungen in Tübingen

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Seit den 1970er Jahren kommt es in Tübingen immer wieder zu Hausbesetzungen (sowie Platz- und Gartenbesetzungen). Eine ganze Reihe dieser Besetzungen war erfolgreich: Das Epple-Haus, mehrere Wohnprojekte und Studierendenwohnheime sind aus den Besetzungen hervorgegangen und für die links-alternative Szene, lokalpolitische Prozesse und die Stadtentwicklung in Tübingen (z.B. Entwicklung der Südstadt) sind diese Besetzungen von großer Bedeutung gewesen.

Grob eingeteilt lässt sich von einer Besetzungswelle Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre sprechen und einer Besetzungswelle Ende der 1980er/Anfang 1990er Jahre. Diese Hausbesetzungsbewegungen entsprechen deutschlandweiten Bewegungen dieser Zeit, auch die Forderungen sind ähnlich: Günstiger Wohnraum statt Leerstand (oder Büroflächen), Raum für alternative Kultur sowie alternative Wohn- und Lebensmodelle.
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[Werne] Besetzung der Weihbachschule in Werne

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In der Nacht von Donnerstag (30.10.) auf Freitag wurde die Weihbachschule in Werne an der Lippe durch das “Revolutionäre Kommando Rosa Toaster” besetzt. Die Aktivist_innen erklären sich einerseits solidarisch mit der Dortmunder Avanti-Initiative und protestieren gegen die beiden Räumungen vom 29.08. und 17.10., andererseits stellen sie auch in Werne die Forderung nach Wohn- und Freiräumen.

Avanti
Ende August wurde in Dortmund die Albertus-Magnus-Kirche besetzt. Die daraus entstehende Gruppe Avanti konnte in der Woche vom 23.-29.08. eine bunte Vielfalt von hunderten Menschen, bestehend aus Nachbar_innen, Kulturschaffenden und Freiraumaktivist_innen, zusammenbringen und durch eine Vielzahl von Aktionen für sich begeistern. Nach der Räumung am 29.08. unter dem Vorwand polizeilicher Ermittlungen wurde das Projekt mit einer Repressionswelle überzogen. Dennoch kämpften die Aktivist_innen weiter und besetzten am 17. Oktober eine weitere Kirche in der Braunschweiger Straße, die jedoch noch in derselben Nacht geräumt wurde.
Die Idee des Avanti ist es, durch ein soziales Zentrum in der Dortmunder Nordstadt allen dort lebenden Menschen einen Anlaufpunkt und eine solidarische Alternative zum kapitalistischen Alltag zu bieten. Dieser Freiraum soll ein Ort gegenseitiger Hilfestellung, freien Lernens, freier Gedanken und freier Kunst sein. Dieses Vorhaben unterstützen wir voll und ganz und wünschen den Aktivist_innen viel Erfolg bei ihrem weiteren Vorgehen.
Ausführlichere Infos zum Avanti findet ihr hier: https://avantizentrum.noblogs.org/

Werne
Auch wenn der Wohnungsmarkt in Werne nicht so hart umkämpft sein mag wie in anderen (Groß-)Städten, so ist die Situation doch alles andere als rosig. Geflüchtete müssen beispielsweise in Containern leben, da die Stadt keine Wohnungen anmieten will, weil die Preise außerhalb des Holtkamp-Viertels zu hoch seien. Gleichzeitig entstehen in Werne sogenannte Stadtvillen, auf diversen Freiflächen werden reihenweise Wohnungen gebaut und leerstehende Schulen werden abgerissen, um Altenheimen und Yuppiebunkern Platz zu machen. Zwar mögen Wohnungen für Senior_innen durchaus berechtigt sein, an das Recht auf Wohnung für sozial Benachteiligte scheint in der Stadt aber kaum ein Gedanke verschwendet zu werden. Weiterhin gibt es in Werne bis auf wenige Ausnahmen kaum Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für Jugendliche, abseits von städtischen Reglementierungen gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten. Für all diese Probleme kann das Besetzen leerstehender Räumlichkeiten ein Lösungsansatz sein, auf den diese Aktion aufmerksam machen will.

Deswegen nehmen wir uns den Raum, den wir brauchen und stellen ihn allen zur Verfügung! Für ein selbstbestimmtes Handeln und gegen die kapitalistische Verwertung von Wohnraum! Her mit dem schönen Leben! Wir bleiben hier!

Das “Revolutionäre Kommando Rosa Toaster” fordert deshalb:
Schluss mit der Repression gegen Avanti! Her mit dem sozialen Zentrum in Dortmund!
Wohn- und Freiraum für alle – auch in Werne! Geflüchtete sollen wohnen, wo sie wollen!

von https://linksunten.indymedia.org/de/node/126286

[Warschau] Syrena bedeutet Stress

syrena

Am 17. Oktober 2014 wird unser Haus in der Wilcza Strasse 30 versteigert. Am 15. Oktober plant der Gerichtsvollzieher einen Rundgang mit potentiellen Käufer*innen. Gegenstand der Versteigerung sind die Hälfte der Räumlichkeiten der Immobilie, die das Gericht von den beiden ehemaligen verschuldeten Besitzern Krzysztof and Joanna Podsiadło übernahm. Diese beiden Personen zahlten einfach nicht, nachdem sie das Haus formell gekauft haben und trotzdem wurden in der Zeit darauf langjährige Bewohner*innen geräumt und das Haus dem Verfall überlassen. Ein typisches Beispiel von Privatisierung, bei der ein Haus im öffentlichen Besitz den privaten Rausschmeissern überlassen wird. Obwohl Investoren versprechen sich um das Haus zu kümmern, begnügen sie sich meistens mit Spekulation, Räumung der Bewohner*innen und dem Verkauf an die nächsten Investoren.

Wir haben dieses Haus am 10. März 2011 besetzt. Unser Antrieb war die Nachricht der Ermordung der Mietrechtsaktivistin Joanna Podsiadło. Viele Leute fühlten, dass sich die lauen Proteste gegen Privatisierung und dem Kampf für schuldenfreies Wohnen erschöpft haben. Während 4 Jahren der Besetzung haben wir dem Haus neues Leben eingehaucht. Heute leben hier, wie schon zuvor, wieder 35 Menschen, davon sechs Kinder. Der*die älteste Bewohner*in ist 75 Jahre alt, der*die Jüngste geht gerade in die Vorschule.
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[Poznan] Od:zysk bedroht – Bullen bereiten illegale Räumung vor

poznan

In den letzten Tagen haben wir vermehrt Bullenaktivitäten um das Od:zysk Squat in Poznan (Polen) beobachtet. Zivicops beobachten die Menschen die das Haus betreten und verlassen, machen Fotos, kontrollieren Ausweise und belästigen Gäste und Bewohner*innen des Squats. Wir haben zudem gehört, dass die Bullen sich darauf vorbereiten, das Haus gewaltsam zu betreten um es illegal zu Räumen. Wichtig dazu zu sagen ist, dass dies alles passiert, währen wir mit dem Besitzer des Gebäudes verhandeln. Przemyslaw Wozny, der Vorsitzende von Paderewski Ltd., kaufte das Gebäude mit den Bewohner*innen im März diesen Jahres, und spricht auf der einen Seite von einer friedlichen Lösung des Konflikts, während er gleichzeitig das Eindringen ins Gebäude mit Gerichtsvollzieher und Bullen vorbereitet. So lässt er die Verhandlungen scheitern und geht auf Konfrontationskurs. Wir möchten klar stellen, dass wir keine Personen ins Gebäude lassen werden, ohne unsere Einverständnis. Das Gebäudes ist das Zuhause von Dutzenden Menschen und wir sind geschützt durch den “Besetzer Status”. Deshalb ist jede Form des Eingreifens illegal. Falls Przemysław Woźny, seine Untergebenen oder die Bullen es dennoch versuchen sollten, werden sie auf entschiedenen Widerstand treffen.

Original Text und englische Übersetzung auf http://www.odzysk.org/2014-odzysk-zagrozony-policja-szykuje-sie-do-nielegalnej-ewikcji-sklotu

Mehr Infos

http://www.odzysk.org

[Video] Pieces of Madrid

Pieces of Madrid from brandon jourdan on Vimeo.

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[Greifswald] Interview Hausbesetzung Brinkestr. in Greifswald

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Interview mit einer Sprecher_in der brinkewg

Seit dem 30.09.14 ist das abrissbedrohte Haus in der Brinkestr. in Greifswald besetzt. Aktuelle Lage und Stand der Verhandlungen werden dargestellt.

Radiobeitrag des FSK auf freie-radios.net.

[Wuppertal] Interview: Wuppertaler Autonomes Zentrum in Gefahr

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Seit 24 Jahren besteht das Autonome Zentrum in Wuppertal an der Gathe. Auch uns ist es gut bekannt von Konzerten oder Veranstaltungen, die dort regelmäßig stattfinden. Nun soll das AZ einem Moschee-Neubau der DITIB weichen. Am 18. Oktober ist eine Demonstration für den Erhalt des AZ Wuppertal an der Gathe geplant. Wir sprachen mit Anna und Ingo aus dem AZ Wuppertal über den aktuellen Stand und die öffentliche Debatte um das AZ.

Anna: Der uns bekannte aktuelle Planungsstand von DITIB und Stadt ist, dass das geplante „Islamische Zentrum“ auch das Gelände des AZ mit einschließt. Die Stadt ist scheinbar scharf auf eine angebliche schicke Eckrand-Bebauung, und die DITIB will offensichtlich einen riesigen Bau realisieren. Wir schätzen, dass die Bauarbeiten etwa 2016 beginnen sollen. Die offizielle Position der Stadt ist, dass das AZ dann weichen müsse, es aber ein Ersatzobjekt geben soll. Bis jetzt wurden uns dazu aber keinerlei Angebote gemacht!

Ingo: Mit unserer Demoankündigung haben wir es tatsächlich ganz gut geschafft, die Debatte um das AZ auf die Tagesordnung in der Stadt zu setzen; außerdem gab es jetzt in der Elberfelder Nordstadt zwei kurzfristige Hausbesetzungen, die zwar nicht direkt etwas mit dem AZ zu tun hatten, aber auch in diesem Zusammenhang für großen Wirbel gesorgt haben.
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[Greifswald] Hausbesetzung in Greifswald

greifswald.brinke.wg

Am Abend des 30.9. wurde das vom Abriss bedrohte Haus in der Brinkstr 16/17 in Greifswald besetzt.
Vorrausgegangen war eine Demonstration mit etwa 200 Menschen, die mit bunten und vielfältigen Transparenten durch die Stadt gezogen ist. Thematisiert wurde in Redebeiträgen der überteuerte Wohnungsmarkt in Greifswald und die fortschreitende Zerstörung historisch wertvoller Gebäude mit kleinteiligen umd günstigem Wohnraum zugunsten immer gleicher Eigentumsklötze.

Während der Abschlusskundgebung vor der Brinkstr16/17 entrollten phantasievoll verkleidete Gestalten ein “Besetzt!”-Transparent aus dem 1. OG und verlasen eine Erklärung, in der sie ganz konkret den Investor auffordern den Abriss zu unterlassen und das Grundstück samt dem über 150Jahre alten, historisch und kulturell wertvollen Wohnensemble im Rahmen eines Grundstücktausches an die Bürgerintiative “Brinke16/17 erhalten” zu veräußern.
Am morgigen Donnerstag den 2. Oktober findet erst einmal die Räumungsklage des Investors gegen den im Erdegschoß befindlichen Bioladen statt. Eine Kundgebung ist ab 10:00 vor dem Greifswalder Amtsgericht angemeldet. Zeigt euch solidarisch und kommt vorbei!
PS:

Die Besetzer*innen haben einen eigenen Blog und twitter-Account eingerichtet, worüber sie Öffentlichkeitsabrbeit machen.

Kontakt

Brinke WG
Brinkstraße 16/17
17489 Greifswald
GERMONEY

Anfragen und Infos per Email
brinkewg [at] openmailbox [dot] org
oder (verschlüsselt) Jabber: brinkewg [at] jabber [dot] ccc [dot] de

Mehr Infos

http://brinkewg.blogsport.de/
https://twitter.com/brinkewg

English Infos

http://en.squat.net/2014/10/05/greifswald-community-supported-squatting/